Nur Ketema besser. Purkersdorfs Werner Fürnkranz musste sich nur äthiopischem Laufwunder beugen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 02. Juli 2014 (10:15)
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Gleich 15 Läufer vom LC Wienerwaldsee nutzten das sommerliche Wetter, um in Ruppersthal beim Weingtraubenlauf weitere Punkt für die Vereinsmeisterschaft zu sammeln. Schnellste LCW’ler waren bei den Damen Monika Mühlberger vor Manuela Peischl und Julia Schönfelder sowie bei den Herren Werner Fürnkranz (Gesamtzweiter) vor Thomas Unterhuber und Harald Frühwirth.

Aufs Klassenpodest lief Fürnkranz (1. M 40), Thomas Unterhuber (2. M 20), Monika Mühlberger (1. W 50), Manuela Peischl (2. W 40), Julia Schönfelder (2. W 20), Leo Musil (2. M 65) und Monika Sommer (2. W 50).

Den Hauptlauf über 10 Kilometer absolvierten 228 Teilnehmer. Es waren zwei Runden zu je fünf Kilometer bei hochsommerlichen Temperaturen (Startzeit 10 Uhr) vorwiegend auf den staubigen und welligen Feldwegen rund um Ruppersthal zu bewältigen. „Lediglich ein Drittel der Strecke führte auf Asphalt durch den Ort und auch dort war Schatten Mangelware“, stöhnte Fürnkranz.

Die teilnahme des äöthopischen Weltklassemannes Lemawork Ketema, der heuer bereits den von Red Bull initiierten Worldrun gewonne hatte, an dem weltweit merh als 35.000 Athleten teilnahmen, ließ schon an der Startlinie keinen Zweifel über den Sieger auf kommen. Es war nur die Frage, auf welche Zeit er den bestehenden Streckenrekord drücken würde. Und der Afrikaner lieferte die erwartete Show, sorgte für einen einen souveränen Start-Ziel Sieg in 31:07 Minuten, blieb somit rund eine Minute unter der bisherigen Bestmarke.

Das Verfolgerfeld der Volksläufer hielt mehr als sechs Minuten (rund zwei Kilometer) Respektabstand, trotzdem war Fürnkranz mit Renneinteilung und Verlauf zufrieden. Vom Start weg hatte Thomas Steininger vom SKVg Pottenbrunn für die Pays hinter Ketema gesorgt. „Ich bewegte mich in der ersten Runde zwischen Platz 3 und 5, in der Hoffnung, die rund 20 Sekunden Rückstand aus Runde eins in der zweiten Runde zu verkleinern“, ging dann zwei Kilometer vor dem Ziel die Taktik von Fürnkranz tatsächlich auf. Zusammen mit Karl Siederer vom SV Stettelsdorf überholte er den St. Pöltner. Die Gruppe um Thomas Unterhuber hatten die beiden schon distanziert.

Und Fürnkranz, der die Aufholjagd geleitet hatte, ließ sich auch im Finish nicht mehr die Butter vom brot nehmen. „Es war hart und zäh aber letztendlich schaffte ich es, dass mich Siederer nicht mehr übeholen konnte“, freute sich Fürnkranz über den auch für ihn unerwarteten zweiten Platz hinter Ketema in 37:15 Minuten.