Badminton: Heimrecht erkämpft. Pressbaum sichert sich mit einem 7:1-Sieg in Kärnten das Austragungsrecht fürs Semifinale.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. März 2019 (03:39)
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Pressbaums Mannschaft hat in Kärnten das Heimrecht für die Semifinalpartie am 31. März gegen Wolfurt erkämpft. Mannschafts führer Adi Pratama mit Carina Meinke, Nina Sorger, Dimitria Popstoykova (vorn, v. l.), Jakob Sorger, Andrei Adistia, Vladimir Vangelov, Steven Stallwood, Stefan Ratheyser und Guang-Jun Mai.
Andreas Meinke

In der letzten Runde des Grunddurchgangs der ersten Bundesliga ging es für die Pressbaumer am Samstag vor allem noch ums Heimrecht im Semifinale.

„Dazu müssen wir selbst bei Schlusslicht Kärnten einen Kantersieg feiern, und auf einen Sieg Trauns in Wolfurt hoffen“, wusste Sektionsleiter Andreas Meinke, dass man nur so die Vorarlberger noch überholen und auf Rang zwei vorstoßen konnte.

Die Pressbaumer traten mit einer entsprechend starken Mannschaft in Kärnten an, auch wenn Philip Birker, Philip Katsaros, Ema Cizelj und Vladimir Vangelov nicht spielbereit waren. Die Kärntner verzichteten auf ihre Legionäre Filip Spoljarec, Blagovest Kisyov und Atanaska Spasova. Die Chancen standen also gut für einen deutlichen Sieg!

Das erste Herrendoppel spielten für Pressbaum Mannschaftsführer Adi Pratama und der Brite Steven Stallwood gegen Miha Ivancic und Philipp Drexler. Den ersten Satz gewannen die Pressbaumer deutlich mit 21:10. Im zweiten Satz kamen die Kärntner dann zwar etwas besser ins Spiel, mussten aber dennoch eine glatte 2-Satzniederlage hinnehmen.

Das zweite Herrendoppel verlief noch deutlicher zugunsten Pressbaums. Indonesien-Legionär Andrei Adistia und ASV-Toptalent Jakob Sorger ließen Martin Cerkovnik und Markus Grutschnig keine Chance und stellten somit eine 2:0-Führung her. Eine Hürde am Weg zum Kantersieg war damit schon einmal aus dem Weg geräumt.

Ein echter Doppelspezialist. Pressbaums heuriger Neuzugang Andrei Adistia lieferte sowohl im Herrendoppel mit Youngster Jakob Sorger als auch an der Seite von Dimitria Popstoykova im Mixed eine fantastische Leistung ab.
Andreas Meinke

Für das Damendoppel traten wieder Nina Sorger und Carina Meinke für Pressbaum gegen zwei junge Spielerinnen aus Kärnten an. Für Denise Hofer und Alina Kopetzky wurde das Match zur erwarteten „Lehr-Viertelstunde“. „Die beiden Kärntner Mädels waren hoffnungslos überfordert“, taten Sektionsleiter Meinke die Gegnerinnen fast leid. Seine Tochter trug mit ihrer Partnerin aber bereits den dritten Punkt für Pressbaum bei.

Mit den Einzelspielen ging es dann traditionell weiter. Und auch dabei gabes für den Kärntner Philipp Drexler nur darum, Erfahrung gegen einen echten Weltklassemann zu sammeln. Pratama erhöhte gegen den Youngster in lockerer Gangart mit seinem 21:6, 21:7-Sieg auf 4:0.
„Das Spiel lief ganz nach Plan, alles deutete auf den erhofften 4-Punkte-Sieg hin und auch die Nachrichten aus Vorarlberg waren gut“, keimte in Meinke der Optimismus.

Im zweiten Herreneinzel stand Jun Mai für Pressbaum dem Kärntner Miha Ivancic gegenüber. Und nicht ganz unerwartet behielt Ivancic gegen Pressbaums Indonesier in zwei Sätzen die Oberhand. Letztlich sollte es sich um den Ehrenpunkt für die Gastgeber handeln.
Zu diesem Zeitpunkt war Meinke aber nur eines klar: „Jetzt dürfen wir keinen Punkt mehr abgeben!“

Nachdem Dimitria Popstoykova gegen die junge Denise Hofer ihr Dameneinzel klar dominiert hatte, ließ Stefan Ratheyser alle im Team nochmals kurz zittern. Nach klar gewonnenem ersten Satz gegen Markus Grutschnig, musste er den zweiten knapp abgeben. „Mit der Wut im Bauch hat er im dritten Satz aber kurzen Prozess gemacht“, war Meinke über den 21:8-Satzerfolg glücklich.

Wie schon in der letzten Begegnung gegen Traun stand es also wieder 6:1 vor dem letzten Spiel. Das entscheidende Mixed spielten Adistia/Popstoykova gegen Martin Cerkovnik und Conny Ertl. Und diesmal sollte der Sieg gelingen. Die indonesisch-bulgarische Paarung dominierten die beiden Kärntner deutlich und setzte mit einem klaren 2-Satzsieg den Schlusspunkt zum 7:1-Erfolg.

Da Traun zur gleichen Zeit Wolfurt mit 5:3 besiegen konnte, hat sich Pressbaum aufgrund der besseren Satzbilanz noch vor Wolfurt den zweiten Platz nach dem Grunddurchgang gesichert!

Wolfurt ist nun auch der Gegner im Semifinale, das in nur einem Spiel entschieden wird. „Unser Vorteil ist, dass wir nun vor den eigenen Fans am 31. März den Finaleinzug fixieren können“, freut sich Meinke schon auf das Match und hofft auf viele „Daumendrücker“. „Dieses Team hat es sich verdient!“