Rekurs erneut abgelehnt. Niederösterreichischer Tennisverband lehnt Rekurs der Tennisranch Hadersfeld ab.

Von Markus Nurschinger. Erstellt am 28. Oktober 2014 (16:31)
Theodor Kukla
NOEN, privat

Im Streit um den Titel in der Kreisliga A (siehe Infobox), hat nun der Niederösterreichische Tennisverband den Protest der Tennisranch Hadersfeld gegen die 0:9-Strafverifizierung abgelehnt. Damit steht Leobendorf nun für den Tennisverband als Meister fest. Doch die Hadersfelder wollen sich das so nicht gefallen lassen.

„Die Behandlung des Protests gegen Tennisranch Hadersfeld wegen Verwendung einer nicht korrekten Balltype im Meisterschaftsspiel gegen SV Haas Leobendorf ist abschließend durch den Wettspielausschuss (WA) des Kreises NordOst (NO) entschieden worden. Gemäß den Bestimmungen (...), hat der WA des NÖTV den vorliegenden Fall nach erfolgter Vorlage durch den Kreis NO nicht aufgegriffen. Es gilt daher die Entscheidung des Rekurssenates des Kreises NO, gegen die kein Rechtsmittel mehr zulässig ist“, heißt es im Schreiben des NÖTV.

Falsche Balltype angegeben

Franz Wiedersich, Präsident des NÖTV sieht die Sache als abgeschlossen. „In diesem Fall ist der NÖTV nicht der Entscheider, sondern der Kreis NO. Wir greifen die Sache nicht auf, da im Kreis bereits darüber entschieden wurde. Warum die falsche Balltype angegeben war, ist eine andere Sache, die es zu untersuchen gilt“, so Wiedersich.

Doch für die Hadersfelder ist die Sache damit noch nicht beendet. „Der Bescheid des NÖTV ist nicht einmal inhaltlich korrekt. Der Protest der Leobendorfer richtete sich gegen eine nicht korrekte Ballmarke und nicht Balltype. Daher ist der Protest grundsätzlich falsch“, ärgert sich Hadersfeld-Spieler Marcel Weigl.

„Dass kein Rechtsmittel mehr zulässig ist, ist eine glatte Lüge. Anscheinend kennen die ihre eigenen Statuten nicht, denn in §16 steht, dass verbandsintern das unabhängige Schiedsgericht immer anrufbar ist“, ist Weigl erzürnt. „Wiedersich wird nicht nur uns, sondern auch seine Statuten kennenlernen. Wir rufen das Schiedsgericht“, geht Weigl in die Offensive. Ein Ende des Streits um den Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg ist nicht in Sicht.
 

Hintergrund

Verein: Tennisranch Hadersfeld.

Mannschaftsführer: Theodor Kukla

Das Duell Hadersfeld - Leobendorf endete mit 6:3 für Hadersfeld. Doch Leobendorf legte augrund des falsch angegebenen Heimballs der Hadersfelder gegen das Spiel Protest ein. Die Tennisranch Hadersfeld spielt den Ball „Dunlop Championship Brilliance“ und nicht wie im Onlinesystem des Niederösterreichischen Tennisverbands angegeben mit dem Ball „Dunlop A Player Elite All Surface“. Dieser wird laut dem Vertriebsleiter von Dunlop Österreich und Deutschland aber seit 2010 nicht mehr in Europa vertrieben. Durch diesen Formalfehler kam es zu dem umstrittenen Urteil seitens des Verbandes. Der Rekurs gegen das Urteil wurde vom Kreisverband abgelehnt. Dagegen legten die Hadersfelder beim NÖTV Protest ein. Dieser Protest wurde nun vom NÖTV jedoch abgelehnt.