Rücken schmerzt. Rene Lackner kassierte wegen eines Bandscheibenvorfalls die erste Kreisliga-Niederlage. Eine Woche später siegte er wieder 6:0, 6:0.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Juni 2014 (08:44)
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Immer noch wäre Rene Lackner in der 2. Staatsliga für jede Mannschaft eine Bereicherung. In der Kreisliga A macht ein Gegner nur selten einen Punkt gegen ihn. „Und wenn es dazu kommt, dann nur, weil er es zulässt“, wie Hofstettens Stephan Teubel bekennt, der heuer dreimal punkten durfte. „Da hat Rene nur mehr für die Galerie gespielt.“ Nachsatz: „Aber eigentlich bist Du noch nicht wach, und schon ist Satz eins vorbei.“

Nur letzte Woche war plötzlich alles anders. Zwar hatte das Spiel gegen den Tullner Gerald Kaiser wie üblich begonnen, doch beim Stand von 4:0 sprang die Bandscheibe heraus.

Lackner — „ich wollte sterben“ — ließ sie sich einrenken und setzte nach ein paar Minuten Pause die Partie fort. „Andernfalls hätte ich auch im Doppel nicht spielen dürfen“, wollte er eine 3-Punkt-Niederlage unbedingt verhindern. Denn seit die Nummer zwei Markus Neuhauser den TC Purkersdorf noch vor dem ersten Spiel überraschend verlassen hat, steht man im Abstiegskampf.

Also biss Lackner die Zähne zusammen und verlor erstmals in der Kreisliga eine Partie. Das 5:7, 4:6 ist angesichts der Umstände aber ehrenhaft. Und im Doppel gab es sogar einen Sieg — in schmerzhaften drei Sätzen.

Obwohl die MRT-Untersuchung, die Klarheit über den Grad des Bandscheibenvorfalls bringen wird, erst diese Woche erfolgt, ist Lackner am Wochenende in St. Pölten erneut am Platz gestanden, und hat seine Show, wenn auch gekrümmt, abgezogen — 6:0, 6:0-Sieg gegen Voiths Nummer eins. Dabei kann Lackner seine Überlegenheit angesichts einer mäßigen Rückhand, die mit einer Verletzung zu Beginn seiner Karriere den Durchbruch bei den Profis vereitelte, gar nicht verstehen. „Ich würde mich selbst immer vom Platz schießen“, lacht er.

Mit Rene Lackner hat der TC Purkersdorf seit vielen Jahren einen Vollprofi als Nachwuchstrainer beschäftigt, der zudem in der Kreisliga A für den Klub das Racket schwingt.

Mit drei Meistertiteln haben die Purkersdorfer, die alle von Lackner gecoacht werden, eine sensationelle Saison anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens hinter sich gebracht. Doch ausgerechnet mit der Einsermannschaft in der Kreisliga A steckt man durch den Rückzug von Markus Neuhauser in Problemen. Lackners Verletzung kommt ziemlich ungelegen.