Teufl schnuppert rein. Beim Lirsch-Gedenkturnier in Harland sammelt Purkersdorfs Toptalent Erfahrung. Falchetto verliert Finale von Maria Anzbach.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 09. Juli 2014 (10:49)
NOEN, Foto: Klement
Die Pokalgewinner des Milleniumsturniers in Maria Anzbach strahlen mit der Sonne um die Wette. Turnierleiter Martin Felgenhauer (l.) hat wieder ein perfektes Turnier mit Toptennisleistungen organisiert, bei dem sich alle Teilnehmer äußerst wohl fühlten. Mehr dazu Seite 64.
Die 13. Auflage des Walter-Lirsch-Gedenkturniers presented by Sparkasse NÖ Mitte-West AG hat einen Tag länger als geplant gedauert. Am Mittwoch konnten nur die Semifinali zu Ende gespielt werden — bei den Herren musste Lokalmatador Markus Sedletzky für die letzten drei Games sogar bereits in die Halle — doch die Spieler waren sich aufgrund der hervorragenden Wetterprognose einig, es am Donnerstag nochmals draußen versuchen zu wollen. Und es sollte sich wirklich lohnen!

Nicht nur perfektes Wetter, auch topmotivierte Veranstalter ließen am Finaltag sogar viele Challenger-Turniere verblassen. Mit der Soundanlage der Harlander Fußballer, sieben perfekt geschulten Ballkindern aus dem eigenen Nachwuchs und sogar einem anwesenden Masseur wurde Fans wie Spielern einiges geboten, auch wenn sich am Ende die Favoriten durchsetzten, und bei den Herren Lokalmatador Markus Sedletzky gegen Haider-Maurer wegen einer Schulterverletzung w.o. geben musste.

Bei den Frauen bezwang die Nummer eins des Turniers Stephanie Vock die angriffslustige 16-jährige Christina Wolfgruber nach drei packenden Sätzen.

Genauso alt wie die Finalistin Wolfgruber ist auch Purkersdorfs Tamara Teufl. Auch sie ist im Nachwuchs österreichweit extrem weit oben gereiht, trotzdem war hier speziell für Vock nochmals ein Quantensprung an Potenzial zu erkennen. „Gegen Wolfgruber mache ich in zwei Jahren wahrscheinlich keinen Punkt mehr.“

Ein solches Ausnahmetalent ist Teufl zwar nicht, doch immerhin überstand auch sie bei diesem gut dotierten Erwachsenenturnier zwei Hauptrunden und verabschiedete sich durchaus ehrenvoll. „Vor allem wurde wieder Erfahrung gesammelt“, lobte Vater Thomas.

Am Ende der Kreisligasaison steigt traditionell aber auch noch das Millenniumsturnier in Maria Anzbach, heuer bereits zum 17. Mal. Und dass dieses Turnier sehr beliebt ist bei den Tennisspielern der Region, beweist der Teilnahmerekord. Turnierleiter Martin Felgenhauer und seiner Gattin Maria sorgen für das entspannte Ambiente.

Bei den Damen wurde Maria Gstöttner ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 12-fache österreichische Frauenfußballmeisterin vom NÖSV Neulengbach siegte überlegen gegen Tullnerbachs Tamara Falchetto. Ihre Athletik und ihr Auge, jederzeit den richtigen Ball zu spielen, genügen derzeit bei den Damen.