Der König vom Neusiedler See. Beim Traditonsrennen von Podersdorf bleibt die Olympische Distanz fest in der Hand von Niko Wihlidal.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 06. September 2017 (02:39)
Den Wolfsgrabner Niko Wihlidal konnte diesmal auch ein „Patschn“ auf der Radstrecke nicht vom Zieldurchlauf als Sieger abhalten.
NOEN, BVZ

Der Sonntag gehört beim Triathlonwochenende in Podersdorf traditionell den Sprintern, und damit auch heuer — wie schon im Vorjahr — dem Wolfsgrabener Nikolaus Wihlidal.

Auch von Wind und Wellen, die ihm an diesem regnerischen und kalten Tag im Neusiedlersee entgegenschlugen, ließ sich der Routinier einmal mehr im Kampf um Gold über die Olympische Distanz nicht beirren.

Harter Kampf im Wasser

„Vor allem die 1,5 Kilometer im Wasser haben uns heuer ordentlich etwas abverlangt“, musste auch Wihlidal im Ziel zugeben. Als Viertbester war er dem unwirtliche Nass entstiegen und hatte sich somit eine gute Ausgangsposition für die Radstrecke verschafft.

Dort zeigte er trotz eines technischen Defekts — „die letzten Kilometer bin ich auf der Felge gefahren“ — seine gute Form und stellte das Rad wieder als erster in der Wechselzone ab. Und in seiner Paradedisziplin erlief er sich schließlich die beste Teilzeit und feierte am Ende in 1:58:34 wie schon im Vorjahr einen überlegnen Sieg in seinem wichtigsten Saisonrennen. Den zweiten Platz belegte Levente Berekméri (Ungarn, 2:02:02) vor Daniel Müller (2:02:42).

20 Kilometer auf der Felge

„Das war heute ein Kampf gegen das Wetter. Und auch gegen den ‚Patschn‘, den ich auf der Radstrecke hatte“, gibt Wihlidal zu, bereits überlegt zu haben, das Rennen aufzugeben. „Ich glaube, es waren ja fast 20 Kilometer, die ich am Ende auf der Felge gefahren bin!“, war ihm aber dann das Rennen in Podersdorf doch zu wichtig. „Ich habe mir gesagt, das ziehst du jetzt durch, egal wie. Umso schöner natürlich, dass ich am Ende den Vorjahreserfolg verteidigen konnte.“

Bei den Frauen gab‘s einen rot-weiß-roten Dreifacherfolg mit Ursula Kirchberger an der Spitze.