Kunst war bei Millenniumsturnier ein echter Könner. Der Sieghartskirchner Hans Kunst gewann bei den Herren. Lokalmatadorin Magda Mali kam bei den Damen ins Finale

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. Juli 2019 (01:48)
Ernst Klement
Maria Anzbachs Turnierleiter Martin Felgenhauer mit den Finalisten Michael Thurnhöfer und Hans Kunst.

Zum 22. Mal fand heuer das überregional bekannte Millenniumsturnier des TV Maria Anzbach statt. 1998 anlässlich des 1.000-jährigen Bestehens der Marktgemeinde erstmals ausgetragen, erfreut es sich seit damals ungebrochener Beliebtheit.

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Starke Vorhand. Hans Kunst setzte sichim Finale gegen Michael Thurnhöfer in drei Sätzen durch.

Mit über 50 Teilnehmern aus der näheren und weiteren Umgebung war das Turnier sehr gut besetzt. Turnierleiter Martin Felgenhauer war zufrieden, auch wenn die Lokalmatadore heuer großteils aus verschiedenen Gründen — Verletzungen, Auszeit, etc. — nur auf der Tribüne saßen.: „Neben vielen alten Bekannten spielten auch etliche Neue mit, die durch den guten Ruf und die gemütliche Atmosphäre des Anzbacher Turniers angelockt wurden, was uns als Veranstalter natürlich besonders freut.“

„Dass der gute Ruf des Turniers auch viele neue Teilnehmer anlockt, freut uns besonders.“ Turnierleiter Martin Felgenhauer

Der Spielverlauf gestaltete sich äußerst spannend. Vorjahressieger Manuel Hubmayr trat heuer nicht an und so wurde genau nach ITN-Ranking gesetzt. Der auf Nummer Eins gesetzte Paul Eisenmagen aus Pressbaum wurde im Halbfinale von dem als Nummer Drei gesetzten Hans Kunst aus Sieghartskirchen mit 6:2, 5:7, 6:3 besiegt. Zuvor im Viertelfinale hatte sich Kunst gegen Tristan Haller aus Tulln nach einem spannenden 3-Satz- Match mit 7:6, 5:7, 6:3 behaupten können.

Der an Fünf gesetzte Michael Turnhöfer aus Judenau konnte sich im Viertelfinale gegen seinen Klubkollegen, die Nummer Zwei des Turniers, Tobias Schmidt mit 2:6, 6:3, 6:4 durchsetzen und besiegte im Semifinale den Sieghartskirchner Bernhard Strasser (Nummer 4) mit 7:6, 6:2 recht deutlich.

„Das Spiel der Klubkollegen war von starken Emotionen auf beiden Seiten geprägt, was sehr zur Unterhaltung der zahlreichen Zuschauer beigetragen hat“, schildert Felgenhauer amüsiert.

Im Finale lieferten sich Kunst und Turnhöfer ein spannendes Match, welches schließlich der Sieghartskirchner mit 3:6, 6:2, 6:2 für sich entscheiden konnte.

Auch der 45+ Bewerb war stark besetzt. Aus Anzbach startete eine Legende — Ernst Sichart, der beim ersten Millenniumsturnier bereits in Finale des Hauptbewerbs gestanden ist und sich 2015 im 45+-Bewerb den begehrten Titel geholt hat.

Dieses Jahr scheiterte er allerdings bereits in der ersten Runde am Böheimkirchner (Nummer 2) Robert Fuchs, der sich selbst im Viertelfinale dem Wiener Ernst Frühwirth geschlagen geben musste.

Auch die Nummer Eins des Turniers, Kurt Vevoda, der für den TC Laaben Landesliga spielt, schaffte es nicht ins Finale. Er musste sich dem Perschlinger Klubkollegen (dort spielt er noch in der allgemeinen Klasse) Walter Kahri im Semifinale geschlagen geben. Kahri siegte mit 6:4, 3:6 und 10:4 im Champions-Tiebreak. Sven Groß aus Pressbaum war als Nummer Drei gesetzt und schaffte den Durchmarsch ins Finale. Kahri konnte sich gegen ihn aber im dritten Satz durchsetzen und mit 7:5, 1:6, 6:0 den Bewerb für sich entscheiden.

Bei den Damen wurde in drei Dreier-Gruppen gespielt. Im oberen Play-off und somit dem Damen-A-Bewerb konnten alle drei Damen je einen Sieg erringen. Somit musste über die Anzahl der gewonnenen Games die Siegerin ermittelt werden.

Mauerbacherinnen bei den Damen zu stark

Christina Peternell aus Mauerbach gewann mit nur einem Game Unterschied vor Magdalena Malli aus Neulengbach und Dagmar Fröschl aus Wien.

Im B-Bewerb gewann Elena Peischl aus Mauerbach eindeutig mit zwei Siegen über Lokalmatadorin Nina Steinlechner aus Maria Anzbach und Julia Löb aus Würmla, die mit einem Sieg über Nina Steinlechner den zweiten Platz einfahren konnte. Den C-Bewerb gewann Waltraud Pottendorfer ebenfalls mit zwei Siegen über Julia Hahn (Neulengbach) und Gina Sigl (Wien).

Im Herren-B-Bewerb lieferten sich Martin Sepasiar aus Maria Anzbach und Michael Wammerl jr. aus Neulengbach ein spannendes Finale, das letztendlich Sepasiar mit 6:3, 6:3für sich entscheiden konnte.

Den Herren-C-Bewerb entschied der Anzbacher Moritz Hessenberger für sich, der im Finale Klubkollege Michael Mildner in drei Sätzen mit 3:6, 7:6, 6:4 bezwingen konnte.

Das bewährte Organisationsteam, bestehend aus Maria Felgenhauer, Martin Steinlechner und Wolfgang Edelmann sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.