Erstellt am 06. Februar 2019, 03:17

von Claus Stumpfer

St. Pöltner wollen mit Fans zum Sieg. Nach dem Erfolg über Steyr haben die St. Pöltner gute Chancen ins obere Play-off der 2. Bundesliga einzuziehen.

Robert Kirkovits „prügelt“auch gegen Vorjahresmeister Steyr die St. Pöltner mit seinen Schmetterbällen zum Sieg.  |  Claus Stumpfer

Der regierende Meister der 2. Bundesliga ist heuer zwar weit von seiner Form aus dem Vorjahr entfernt, trotzdem hat in der HTL Spannung vor dem Spiel geherrscht. Schließlich ging es für die Oberösterreicher schon um die letzte Chance, um heuer erneut noch um den Titel ein Wörtchen mitreden zu können. „Und die Spiele gegen die Steyrer waren in der Vergangenheit immer von Kampf und Spannung geprägt“, rechnete St. Pöltens Spielertrainer wie fast 200 Fans in der Halle mit einer packenden Partie.

Die Hausherrn sind in den ersten Satz ganz gut gestartet, auch wenn noch nicht alles nach Leitgebs Plan gelaufen ist. Gegen Mitte des Satzes waren beide Teams gleichauf. St. Pölten führte bis 21:20 hauchdünn, doch dann drehte Steyr auf, erspielte sich drei Satzbälle und verwertete den Letzten davon — 23:25.

Im zweiten Satz waren die Landeshauptstädter dann hellwach, Steyr hielt dagegen und somit entwickelte sich erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Satzende. „Wir hatten im Finish aber die besseren Ideen und konnte den Satz noch souverän mit 25:21 gewinnen“, war Leitgeb zufrieden.

Und die Psychoschlacht setzte sich im dritten Satz fort. Hin und her wogte das Spiel. Die Panthers kämpften beherzt, konnten aber den gegnerischen Block nur schwer überwinden — 25:27.

 Kampfgeist gibt im Finish den Ausschlag

 Bis Mitte des vierten Satzes blieb es eine ausgeglichene Partie, doch dann waren es die Gäste, die als erste den Faden verloren. „In ihr Spiel kam Unordnung und wir haben das gnadenlos ausgenützt“, lacht Leitgeb, der seine Jungs gepusht hat. „Schlüssel zum Sieg war, dass wir endlich ihren Hauptangreifer in den Griff bekommen haben“, weiß der Coach.

Aufgepeitscht von den Fans zogen die Panthers davon — 25:18 zum 2:2-Satzausgleich. Wieder musste also ein fünfter Satz die Entscheidung bringen. Und wie so oft gab es bei den entfesselten Panthers kein Halten mehr. Unter dem Jubel des Publikums wurde der Satz mit 15:12 und somit auch das Match gewonnen.

„Extrem wichtige Punkte, um unter die Top-4 zu kommen“, weiß Leitgeb, der aber trotzdem noch nicht den Einzug ins Meister-Play-off feiern kann, da Oberndorf gegen Hypo Tirol gewonnen und mit den Panthers punktemäßig gleichgezogen hat. „Aber der Weg passt und wir rechnen mit dem oberen Play-off“, erklärte Leitgeb selbstbewusst.

„Keine Topleistung wie auswärts gegen Hypo, aber wichtig sind die Punkte. Und die Stimmung sowie die Form in Richtung Cup-Halbfinale am 22. Februar in Graz stimmen“, ergänzte Kapitän Puchner.