Zum Abschluss Gold für Sorger. Dazu fünf Silberne für den ASV Pressbaum durch Jakob und Nina Sorger sowie Carina Meinke bei U-22-Meisterschaften.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. Mai 2019 (02:35)
privat
Jakob und Nina Sorger sowie Carina Meinke glaubten mit fünf zweiten Plätzen schon an den Silberfluch von Kärnten, doch dann gab‘s doch noch Gold im Doppelberwerb für Jakob.

Letzte Woche gingen in Klagenfurt die österreichischen U-22-Meisterschaften in Szene. Das Teilnehmerfeld war aber niederschmetternd gering. Insgesamt hatten nur 24 Talente genannt, um sich in den fünf Bewerben die Titel auszumachen. Aus Pressbaum reisten Carina Meinke, sowie Nina und Jakob Sorger nach Kärnten. Alle drei traten dann auch wie geplant in jweils zwei Konkurrenzen an.

Als Erstes stand das Mixed am Programm, das die Geschwister Sorger gemeinsam bestreiten wollten. Und ihre ersten beiden Spiele konnten sie auch gewinnen, womit sie schon im Finale standen. Gegen die Paarung Nicolas Rudolf/Serena Au Yeong gab es zwar eine glatte 0:2-Satzniederlage.Das sollte die Freude über die Silbermedaille und somit den österreichischen Vizemeistertitel nicht trüben. „Des Feld war zwar klein, aber es waren schon mit die besten Spieler unserer Altersklasse am Start“, sieht sich Jakob Sorger in seiner Entwicklung Richtung allgemeine Klasse auf Kurs.

Kenny Wu
Emily Wu und Doppelpartner Kai Niederhuber durften sich über den Semifinaleinzug bei den Bulgarian Open für U-17-Spieler freuen. Am Ende war für sie gegen ein türkisches Duo Endstation.

Im Damendoppel hatten neben Carina Meinke/Nina Sorger nur vier Teams genannt, sodass jeder gegen jeden spielen musste. Ihre ersten drei Spiele konnten die Pressbaumerinnen problemlos jeweils in zwei Sätzen gewinnen, um dann im letzten Spiel – quasi dem Finale – auf die zwei Nationalteamspielerinnen Katharina Hochmeir und Seren Au Yeong zu treffen.

„Sie waren ganz knapp an der Sensation dran“, war ASV-Sektionsleiter begeistert. Bis zum Schluss hatte er auf den Titel für seine Mädels gehofft. Zwar hatten sie den ersten Satz in der Verlängerung verloren, aber den zweiten in überzeugender Manier für sich entschieden. „Leider fehlte im entscheidendem Moment auch das Glück“, kommentierte Meinke die 18:21-Niederlage im Entscheidungssatz.

Meinkes Tochter trat dann als Einzige auch im Einzel an, um sich mit sieben anderen zu messen. Trotz großem Trainingsrückstand im Einzel konnte Carina ihre ersten beiden Spiele in zwei Sätzen gewinnen. Im Finale stand sie wie im Doppel Kathi Hochmeir gegenüber. „Es war nicht mein bestes Spiel, dennoch habe ich immerhin den zweiten Satz für mich entschieden“, analysierte Meinke. Zu klar war Satz drei wieder an die Gegnerin gegangen, um sich zu ärgern.“Auch Silber ist ein toller Erfolg“, lobt Vater Andreas.

Fürs Herrendoppel hatten sechs Paare genannt, wobei Jakob Sorger mit dem Wiener Jannik Maczejka antrat. Nach einem Freilos konnten die Beiden ihr Halbfinalspiel in zwei Sätzen gewinnen und standen so im Finale gegen die Grazer Gustav Andree/Tobias Rudolf. Nach verlorenen ersten Satz drehten Sorger/Maczejka eindrucksvoll das Spiel und dominierten die Sätze zwei und drei fast nach Belieben. Somit konnte das kleine ASV-Team aam Ende doch noch einen U-22-Meistertitel bejubeln.

Wu im U-17-Halbfinale bei Bulgarian Open

Als einzige Teilnehmerin aus Pressbaum reiste die NÖN-Bezirkssportlerin Emily Wu mit dem Jugendnationalkader zu den HEBAR U 17 Bulgarian Open, die in Pazardzhik ausgetragen wurden. Wu trat im Einzel sowie zuvor noch mit ihrem Neuhofener Partner Kai Niederhuber im Mixed an. „Und das Mixed ist für Emily fantastisch gelaufen“, lobt auch der mitgereiste Vater und ASV-Coach Kenny Wu.

Nach einem Freilos konnten Wu/Niederhuber gleich ihr erstes Spiel gegen eine türkische Paarung glatt in zwei Sätzen gewinnen. „Das gab doch mächtig Selbstvertrauen“, erkannte der erfahrene Coach sofort. Und eine breite Brust sollte auch wichtig sein, denn im Viertelfinale warteten mit dem Briten Charlie Castle und der Bulgarin Gergana Pavlova harte Brocken. Und im ersten Satz hatten auch die Gegner stets die Nase vorn. Das zusmamengewürfelte Ösi-Mixed harmonierte aber immer besser und nach zwei weiteren, knappen Sätzen standen Wu/Niederhuber sensationell im Semifinale dieses Topevents.

Erneut traf man mit Özdemir/Erçetin auf ein türkisches Team. Nach den Erfahrungen von zuvor, rechnete man sich nun durchaus Chancen auf eine weitere Überraschung aus und hielt im ersten Satz auch gut mit. Am Ende ging er aber an die Türken und davon sollten sich Wu/Niederhuber auch nicht mehr erholen. Im zweiten Satz platzte der Finaltraum dann doch rasch.

Auch im Dameneinzel hatte Emily ein Freilos und musste dann gegen eine türkische Gegnerin antreten. Sie ließ einen klaren 2:0-Sieg folgen. Im kampf um den Viertelfinaleinzug traf sie mit Mihaela Chepisheva auf eine Lokalmatadorin. Das Spiel wurde nach hartem Kampf auf Augenhöhe erst im dritten Satz entschieden, in dem sich Wu leider doch geschlagen geben musste. „Die Leistungen bei diesem stark besetzten Turnier waren aber toll“, lobt Vater Kenny.