Es ist Derby-Zeit. David trifft auf Goliath. Oder: Bruck empfängt das Schlusslicht aus Schwadorf. Die Rollen sind also klar verteilt.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 09. Oktober 2014 (06:00)
NOEN, Foto: Norbert Riegler
Zwei Tore gemacht. Brucks Goalgetter Martin Mikulic (r.) hat gegen Scheiblingkirchen zweimal zugeschlagen und hält jetzt bei vier Saisontreffern. Übertrumpft wird er nur von David Bielcik, der heuer schon achtmal getroffen hat und gegen Scheibling ebenso als Doppeltorschütze in Erscheinung trat.

BRUCK - SCHWADORF, SAMSTAG 16.30 UHR. Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage der beiden Klubs vor diesem Prestigederby nicht sein. Die Brucker spielen um den Meisterteller mit und mischen nach bisher starker Saison ganz vorne mit. Die Schwadorfer sind hingegen in der Kiste und haben in acht Spielen noch keinen einzigen Punkt ergattert. Logische Folge: Letzter Platz mit einem beängstigenden Torverhältnis von 1:36. Ob es genau deswegen eine g‘mahte Wies‘n für die Bezirkshauptstädter wird?

„Sicher nicht“, möchte Brucks Sportlicher Leiter Christian Dachs nichts von der Favoritenrolle wissen. „Solche Spiele sind am schwierigsten. Die werden sich hinten reinstellen und so etwas ist nicht einfach.“ Brucks Cheftrainer Günter Gabriel schaute den Schwadorfern zuletzt beim 0:5 gegen Stripfing auf die Beine. Welche Erkenntnisse er dabei gewonnen hat? „Schwadorf muss man schnell ein Tor schießen“, hofft er darauf, dass seine Truppe den Anfangselan in Zählbares ummünzen kann. „Je länger die Null steht, desto schwieriger wird es, ein Tor zu machen.“

Schwadorfs Coach Christian Vajdic sehnt sich danach, „einmal nicht so rasch in Rückstand zu geraten. Wir müssen es dem Gegner schwerer machen.“ Bitter ist nur, dass sich zwei weitere Namen auf die ohnehin viel zu lange Verletzenliste gesellt haben: Bernhard Bamacher und Marcel Fugsig.