Schmid hat es einfach „probiert“: WM-Limit!. Der lange Zeit angeschlagene Stefan Schmid holte sich beim Qualifikationsende in der Südstadt das Ticket für Finnland.

Von Raimund Novak. Erstellt am 27. Juni 2018 (02:10)
Auf das Hundertstel kam es nicht mehr an: Die hier angezeigte Einlaufzeit wurde später noch korrigiert. Stefan Schmids offizielle Siegeszeit lautete 9:00,20. Im Bild mit Trainerin Karin Haußecker.
privat

Nach einem Radsturz im Frühjahr war Stefan Schmid lange Zeit außer Gefecht. Der U20-Athlet der SV Schwechat hatte aber in den letzten Wochen in den Trainingseinheiten derart gute Leistungen abrufen können, dass ihm Betreuerin Karin Haußecker zu einem Start in der Südstadt riet. Dieses Meeting war nämlich die letzte Chance, sich über die 3000m-Hindernis für die U20-Weltmeisterschaft im finnischen Tampere zu qualifizieren. Dementsprechend groß war die Anhängerschaft, die ihm zu diesem Wettkampf begleitete.

Die Überlegenheit von Schmid warf die Konkurrenz bereits nach kurzer Zeit aus der Bahn. Verfolger Matevz Cimermancic aus Slowenien ließ den Schwechater Athleten nach 1000m ziehen. Mit einer Zeit von 9:00,20 Minuten blieb Schmid sogar zehn Sekunden unter dem Limit. Der Zweitplatzierte Cimermancic, der sich ebenfalls ein Ticket für Finnland erhoffte, kam erst nach 9:40,82 Minuten ins Ziel. „Wenn er richtig gefordert wird, hat er noch viel mehr drauf“, rechnet Haußecker mit einer Steigerung ihres Schützlings beim ersten WM-Vorlauf am 12. Juli.