Robert Gardos : "Ich musste mich neu orientieren“. Robert Gardos verlässt seine Heimat Rannersdorf und zieht mit seiner Familie in den spanischen Süden, nach Andalusien.

Von Raimund Novak. Erstellt am 08. Juni 2017 (04:37)
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Abschied. Die Ära in der Werner Schlager Academy ist schon lange vorbei, jetzt zieht es Robert Gardos nach Spanien.

Fünf Jahre lang lebte er bereits im Süden Spaniens, ehe er im Jahr 2010 aus sportlichen Gründen nach Schwechat/Rannersdorf zog. Nun zieht Tischtennisikone Robert Gardos mit Frau und Sohn wieder in das sonnige Andalusien. „Nach dem Ende der Werner Schlager Academy musste ich mich neu orientieren. Zum einen war die tägliche Fahrt von Schwechat ins aktuelle ÖTTV-Trainingszentrum nach Stockerau etwas mühsam, zum anderen hat das Fehlen starker internationaler Partner die Qualität beeinträchtigt“, erläutert der 37-Jährige seinen Schritt.

In seiner neuen Heimat in Granada darf er dem weißrussischen Spitzenspieler Vladimir Samsonov täglich die Hand schütteln – dieser ist sein direkter Nachbar. „Mit Vladi spiele ich fast jeden Vormittag. Er ist ein perfekter Trainingspartner“, hat Gardos außerdem schon eine neue ambitionierte Trainingsgruppe gefunden.

Persönliche Gründe hatten ebenfalls großen Einfluss auf die Entscheidung umzuziehen. „Wetter und Klima sind sehr angenehm und meine Frau und ich haben viele Freunde in Granada.“

Sportlich verlief es zuletzt sehr erfolgreich für Gardos: Mit seinem Klub ASTT Chartres holte er in Frankreich den Titel. Es war sein vierter in sechs Jahren. Nur bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf war im Einzel in Runde zwei Endstation. Er scheiterte am Weltranglistenvierten Zhang Jike (CHI) mit 2:4.