Gold für Silberbauer am Ebersdorfer See. Auch Eisenmangel kann Grieskirchner am Ebersdorfer See heuer nicht vom Erzschürfen abhalten.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 14. Mai 2019 (01:33)
Claus Stumpfer

Beim Event-Overkill im Mai bekommt der feine Triathlon am Ebersdorfer See, der von der Union Ober-Grafendorf jedes Jahr perfekt organisiert wird, nie die Aufmerksamkeit, die er verdienen würde. Dabei ist er der am längsten stattfindende Bewerb Österreichs.

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Und der Verband hat das heuer gewürdigt, indem Union-Obmann Thomas Kirchner mit seinem Team und dem neuen Sponsor den „abas ERP TRIathlon“ heuer auch als Staatsmeisterschaft über die Super-Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen/13,3 km Radfahren/3,3 km Laufen) ausrichten durfte. „Außerdem waren wir mit über 380 Starter wieder voll ausverkauft, mehr geht in den kleinen See nicht rein.“

Beim Sprint war dann Matthias Hohlrieder Tri Team Kaiser der ungefährdete Sieger in 35:20 Minuten, gefolgt von Österreichs U-23-Toptalent Peter Luftensteiner (PSV Tri Linz, 36:08). Niklas Keller (RATS Amstetten, 36:35) durfte sich über Staatsmeisterschaftsbronze freuen.

Bei den Damen siegte Vera Luftensteiner (44:13) vor Marie Glaser (TRI Wr. NeustadtxSUTRI Wr. Neustadt, 44:21) und Lisa Krennmayr (Neufurth, 46:20).

Kaltes Wasser, aber keine Verkürzung nötig

Bis kurz vor dem Start stand eine Verkürzung der Schwimmstrecke beim Rennen über die Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen) zur Diskussion, doch am Ende hatte der See See doch 16,5 Grad Celsius zu bieten, und auch sonst waren die Temperaturen beim Start angenehm.

Vorjahressieger Paul Ruttmann war nicht am Start und somit wurde ein Duell zwischen dem Vorjahreszweiten Niko Wihlidal aus Wolfsgraben und dem Dritten Andi Silberbauer (OÖ) erwartet.

„Im Vorjahr hatte ich schon im Wasser alle Chancen vergeben“, erinnerte sich Silberbauer ungern, sah sich aber auch heuer nicht in der Favoritenrolle. „Seit den Duathlon-Staatsmeisterschaften in Rohrbach kämpfe ich nämlich mit Eisenmangel“, erzählte er vor dem Start.

Doch diesmal lag der Grieskirchner nach der Radstrecke praktisch uneinholbar in Front. Oldboy Wihlidal schwächelte. So war es mit Georg Enzenberger ein weiterer Oberösterreicher, der sich am zweiten Platz bis Mitte der Laufstrecke behaupten konnte. Wihlidal hatte zwar keinen runden Laufschritt mehr, zeigte aber Kampfgeist. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte er nur mehr acht Sekunden Rückstand und mit einem fantastischen Finish sicherte er sich doch noch klar die Silbermedaille. Auf Silberbauer konnte er aber keine Zeit mehr gut machen.

Dem Sieger fehlten auf die Vorjahreszeit von Ruttbauer zwei Minuten. „Ich hatte physisch noch Reserven, allein die Beine kann ich aufgrund meines Eisenmangels immer noch nicht schnell genug bewegen“, war der Sieger nicht ganz zufrieden.

Bei den Damen war in Ebersdorf einmal mehr Simone Fürnkranz vom TopTeam Tri NÖ eine Klasse für sich. Sie kam als Zweite aus dem Wasser und siegte letztlich überlegen in 2:10:36. Silberbauers Lebensgefährtin Susanne Aumair zeigte aber einen großartigen Schlusssprint und kam noch auf 17 Sekunden heran.