Auftakt nach Maß. Bundesliga Aufstiegs-Play-off / Harland schoss sich beim ersten Play-off-Spiel gegen Ried warm für den nächstwöchigen Schlager.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 01. September 2014 (09:55)
Die Vorhand sitzt. Michael Sedletzky nimmt mit dem TC Harland Kurs Richtung Bundesliga - 6:3 im Playoff gegen Ried.
NOEN, Fotos: Claus Stumpfer
HARLAND - RIED 6:3. Da den beiden Teams in der Gruppe A des Aufstiegs-Play-offs für die Bundesliga mit Pöttsching ein fast unbezwingbarer Gegner zugelost wurde, ging es in dieser Begegnung praktisch nur um Platz zwei, was die Harlander trotzdem nicht abhielt, mit maximalem Ernst in die Auseinandersetzung zu gehen. „Denn vielleicht zieht ja in der Bundesliga doch noch eine Mannschaft zurück, sodass wir nachrücken können“, hat Obmann Sedletzky die Hoffnung auf den Bundesligaeinzug noch nicht ganz aufgegeben.

Legionär sorgte für Spannung mit Absage 

Auf den Prüfstand wurde sein Nervenkostüm diese Woche auch von seinem slowakischen Legionär gestellt, der per Mail angekündigt hatte, dass am Wochenende seine Frau voraussichtlich das gemeinsame Kind bekommen würde, und er daher wahrscheinlich nicht kommen könne. Am Ende gab es aber von den Ärzten Entwarnung, es sei doch noch nicht so weit, und somit konnte Harland beinahe in Bestbesetzung auflaufen.. Nur Mattäus Nguyen, gewöhnlich Nummer sechs, fehlte wegen eines USA-Aufenthalts.

Dem Gegner aus Oberösterreich fehlte aus demselben Grund seine Nummer drei, aber zudem auch noch die Motivation überhaupt zu spielen. „Wir sind nur hier, weil wir sonst beim oberösterreichischen Verband eine Geldstrafe zahlen müssten“, erklärte Spielführer Philipp Puck, und so gaben sie auch fünf von sechs Einzel ab.

Nur „Hausherr“ Alex Bilcik — aufgrund des Dauerregens musste man ins Allround Center ausweichen — verlor sein Spiel. „Ich bin aber durch einen Infekt geschwächt, hatte gestern noch hohes Fieber“, entschuldigte er seine kraftlose Vorstellung.

Auf Position sechs kämpfte sich Ersatzmann Alex Enzlmüller eindrucksvoll zurück, sodass Harland in den Doppelpartien versucht hat, noch alle Partien zu gewinnen, was aber in zwei engen Partien im Champions-Tie-Break schief gegangen ist. „Aber entschieden wird sowieso alles erst nächste Woche in Pöttsching“, weiß Sedletzky.