Dadic, Lindner, Pressler: Zwei von drei bei Formsuche sehr erfolgreich

Erstellt am 22. Juni 2022 | 02:42
Lesezeit: 4 Min
440_0008_8394363_stps25leichtathletik_pressler.jpg
Die St. Veiterin Lena Pressler (l.) stand auch bei den Balkanmeisterschaften in Rumänien am Podest. zweite hinter der Slowenin Agata Zupin.
Foto: ÖLV
Medaillen für Lena Pressler und Magdalena Lindner im rumänischen Craiova. Dadic gab im Siebenkampf vor dem abschließenden 800-m-Lauf aber auf.
Werbung

Bei den Balkanmeisterschaften am Wochenende im rumänischen Craiova waren im 15-köpfigen „Team Austria“ auch drei Starterinnen aus St. Pölten mit von der Partie. Für Ivona Dadic, Lena Pressler und Magdalena Lindner ging es dabei nicht nur um den Titel des „Balkanmeisters“, sondern auch um wichtige Weltranglistenpunkte für die Qualifikation für die EM in München.

Lena Pressler ging erst im Finish etwas die Luft aus

ÖLV-Rekordhalterin Lena Pressler durfte sich über die nächste internationale Medaille in ihrer immer umfangreicher werdenden Sammlung freuen. Die junge St. Veiterin in Diensten der Union St. Pölten ging das Rennen über die 400-m-Hürden aktiver als normalerweise an. „Daher hatte ich in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so viel zuzusetzen wie üblich“, schildert sie.

Trotzdem konnte sie sich bis auf Siegerin Agata Zupin (SLO) alle Gegnerinnen vom Leib halten. Mit 57,45 Sekunden erzielte die St. Pöltnerin die zweitbeste Zeit nach ihrem Rekordlauf vor wenigen Wochen beim Liese-Prokop-Meeting in St. Pölten. So lief die 21-Jährige zur Silbermedaille und konnte 80 Bonuspunkte fürs World-Ranking mit nach Hause nehmen.

„Es war ein gutes Rennen, obwohl ich die ersten 100 Meter eindeutig zu schnell angegangen bin. Daher war es hinten raus dann richtig schwer, aber im Großen und Ganzen hat es gut gepasst. Es ist cool hier Zweite zu sein und auch, dass es eine super Zeit geworden ist“, freute sich Pressler nach einem weiteren tollen Rennen.

Bronze für Leni Lindner nach „Blech“ am Vortag

Ebenfalls wichtige Punkte und zwei absolute Spitzenplatzierungen auf dem Weg zur EM nach München konnte Österreichs schnellste Sprinterin, Magdalena Lindner, mit ihrem vierten Platz über 100 Meter holen. In 11,81 Sekunden konnte sich die St. Pöltnerin trotz starkem Gegenwind von 1,6 m/s als Viertplatzierte aller Vorläufe souverän für das Finale qualifizieren. Dort bestätigte sie mit 11,73 (-0,7 Gegenwind) diese Position, wurde daher aber nur mit „Blech“ belohnt.

Besser lief es für Lindner am nächsten Tag über 200 Meter, wo sie bei starkem Gegenwind in 24,11 Sekunden die Bronzemedaille holen konnte. „Die Läufe über 100 waren hinten raus ganz gut, an der Beschleunigung muss ich aber noch arbeiten. Leider war jedes Mal Gegenwind, daher bin ich mit den Zeiten nicht ganz happy“, war eine kritische Magdalena Lindner nach dem Wettkampf nicht ganz zufrieden.

Die Frauenstaffel über 4x100m in der Besetzung Johanna Plank, Susanne Walli, Viktoria Willhuber und Magdalena Lindner konnte sich in einem spannenden Rennen Silber hinter Griechenland holen. Mit 44,72 Sekunden gelang damit aber keine Verbesserung im Rennen um die 16 Startplätze in München. Aktuell bleibt es bei Position 14, was eine erfolgreiche Qualifikation bedeuten würde.

Ivi Dadic hat noch immer Trainingsrückstand

440_0008_8394361_stps25leichtathletik_dadic.jpg
Ivona Dadic läuft noch ihrer Form hinterher. Aufgabe in Rumänien.
Foto: Foto ÖLV

Vizeweltmeisterin Ivona Dadic feierte in Craiova ihr Comeback im Siebenkampf. Österreichs Paradeathletin ist aufgrund ihrer Vorleistungen sowohl für die WM in Eugene (USA), als auch für die EM in München bereits fix qualifiziert. Es ging daher für Dadic nach langer Verletzungsmisere erstmals wieder einen Siebenkampf durchzustehen.

Nach sehr durchwachsenen Leistungen in den ersten sechs Disziplinen, wobei man ihr den Trainingsrückstand noch deutlich anmerkte, gab die von Philipp Unfried betreute Wahl-St.-Pöltnerin vor dem abschließenden 800 Meter-Lauf auf.

„Ich bin wegen des Trainingsrückstands relativ unvorbereitet in den Wettkampf gegangen und bin sicher noch nicht dort, wo ich gern wäre und sein sollte. Daher waren die Ergebnisse auch nicht überraschend. Für die WM habe ich aber noch einen Monat und für die EM sogar noch zwei Monate Zeit. Wir werden in den nächsten Wochen an der Schnelligkeit arbeiten, dann sieht das gleich ganz anders aus“, hofft Dadic auf eine klare Steigerung in Richtung Saisonhöhepunkte.