Auszeit vor den Play-offs für den SKN St. Pölten. SKN prolongiert Zwischentief in Superliga mit knappen Niederlagen in Gmunden und gegen Oberwart.

Von Manuel Burger. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:50)
Roman Jagsch (Mitte) und der SKN St. Pölten fanden auch daheim gegen Oberwart nicht aus der Krise.
Wolfgang Mayer

GMUNDEN - ST. PÖLTEN 82:72. St. Pölten musste sich am Traunsee geschlagen geben. Dabei hielt man die Partie bis in die Schlussphase offen. Doch Gmunden hatte am Ende den längeren Atem. Auch weil man unter dem Korb die Oberhand hatte: 48:33 bei den Rebounds. Die Oberösterreicher krallten sich offensiv fast so viele Bälle, wie der SKN defensiv (16:20). „In der zweiten Hälfte haben sie uns bei den Rebounds richtig weh getan“, schildert St. Pöltens Headcoach Andreas Worenz.

Zudem wanderten die Swans gleich 21 Mal an die Freiwurflinie und verwandelten dabei 17 Würfe. Die Gäste kamen, bei sechs Treffern, nur neun Mal zum freien Wurf. „Wie schon gegen Kapfenberg“, seufzt Worenz. Allen voran Krayem bekam fast nichts gepfiffen.

„Es wäre mehr drinnen gewesen“

Aber auch die Ausbeute in der Offensive war auf Seiten St. Pöltens schwach. „Die Wurfquote war unterirdisch“, spricht es Worenz deutlich an. Von den ersten elf Dreierversuchen fand nur einer sein Ziel. Am Ende standen 30 Prozent (10/33) aus der Distanz. Worenz: „Um in Gmunden zu gewinnen, brauchst du 40 Prozent.“

Das Resümee des Trainers: „Die Konzentration hat gefehlt. Zu viele Fehler waren unnötig.“ Trotzdem: Es bleibt die Erkenntnis, bei einem Titelmitfavoriten auswärts mitgehalten zu haben und das Fazit: „Es wäre mehr drinnen gewesen.“

ST. PÖLTEN - OBERWART 67:70. Rückblende: Beim Heimspiel gegen Oberwart im Grunddurchgang krönte sich Omar Krayem in seinem ersten Spiel mit einem wilden Dreier zum Matchwinner. Am Samstag hatte der SKN bei einem Zwei-Punkte-Rückstand erneut den letzten Angriff. Wieder nahm Krayem das Risiko aus der Distanz, dieses Mal durften nach einem Airball aber nur die Burgenländer jubeln. „Unser Ziel war, dass er den Wurf nimmt“, schildert Headcoach Andreas Worenz. Der SKN wollte den Sieg, nicht „nur“ in die Verlängerung und scheiterte.

Die Gründe für die Niederlage lagen für Worenz aber woanders: „Die Intensität in der ersten Halbzeit war erschütternd.“ Lediglich ein 9:0-Lauf im ersten Viertel war schön anzusehen, zur Pause hatten sich die Niederösterreicher einen Zehn-Punkte-Rückstand eingehandelt.

Mitte des dritten Abschnitts spielte St. Pölten furios auf: 13:0. Doch den Schwung konnten die Gastgeber nicht mitnehmen. Im letzten Viertel gelangen in über 6,5 Minuten nur vier Punkte: 57:65. Zwei Dreier gaben Hoffnung, doch die nächsten beiden Angriffe endeten mit Fehlwürfen. Weil Oberwart von der Freiwurflinie ausließ, blieb der SKN aber im Spiel. Bis zum letzten Angriff …

Erneut war man bei den Rebounds unterlegen (30:40), brachte nur 31 Prozent vom Dreier ins Ziel und war bei der Anzahl der zugesprochenen Freiwürfe nur zweiter Sieger.

Für St. Pölten war es die vierte Niederlage in Folge. „Wir sind vom Kopf her müde. Nach dem Gmunden-Sieg und der Qualifikation für die Platzierungsrunde ist vieles abgefallen. Zu damals sind es zwei verschiedene Mannschaften“, sagt Worenz, der sich aber noch keine Sorgen macht. „Je näher die Play-offs kommen, desto mehr hast du ein Ziel vor Augen.“ Weiter geht es nach der Länderspielpause am 27. Februar aber noch in der Platzierungsrunde gegen Wels.