St. Pölten stürzt den Tabellenführer. Liga-Spitzenreiter Gmunden strauchelt im Pokal gegen den Superliga-Neuling. Die Niederösterreicher qualifizieren sich in einer dramatischen Partie für’s Cup-Final-Four.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 16. Januar 2020 (15:21)
Marko Kolaric & Co. stehen im Cup Final-Four.
Wolfgang Mayer

„Eine unglaubliche Teamleistung“, schwärmt Coach Andreas Worenz, „das war ein Superspiel für die Zuschauer. Die Basketballer des SKN St. Pölten gewinnt in einer bis zum Schluss spannenden Partie knapp mit 92:91 und dürfen sich über die Teilnahme am Cup-Final-Four in Schwechat freuen.

Die Niederösterreicher, die ohne ihren „Leitwolf“ Flo Trmal auskommen mussten, starteten sehr motiviert ins Spiel und erspielten sich binnen fünf Minuten eine zweistellige Führung. Das Timeout der Schwäne stoppte den „Niederösterreich-Express“ ein wenig, der SKN führte dennoch hochverdient nach dem ersten Viertel. Die Oberösterreicher waren zu Beginn des zweiten Spielabschnittes wie ausgewechselt, schlossen nach zwei Minuten zu den Wölfen auf und zwangen den SKN-Coach zu einer Auszeit. Nun war das Spiel ausgeglichen und beide Mannschaften bereit für den Cup-Fight. Ein 10:2-Run vor der Pause verhalf St. Pölten zur 47:37-Pausenführung.

Swans mit Aufholjagd

Die ersten Minuten gehörten den Schwänen, die bis auf wenige Punkte herankamen. Den Turnaround in der Partie schafften sie aber nicht, St. Pölten führte nach drei Vierteln mit vier Punkten. Zwei Dreier von Neo-Schwan Barton bedeuteten acht Minuten vor Schluss den Gleichstand. Kolaric erzielte nochmals die Führung, in weiterer Folge waren es aber die Gmundner die den Takt vorgaben. St. Pölten wirkte bereits müde, kein Wunder spielten mit Lewis, Jalalpoor und Marello drei Spieler durch.

Kolaric mit der Entscheidung

Zwei Minuten vor Schluss nahmen die Swans ein Timeout, das aber den St. Pöltner wieder Luft verschaffte, die vor der Schlussminute mit einem Punkt in Führung gingen. Ein Turnover von Murati mit anschließendem Foul wurde von Lewis nur mit einem getroffenen Freiwurf verwertet. Im Gegenzug versenkte Loveridge einen Dreier und Gmunden war wieder einen Punkt in Front. Das St. Pöltner Timeout fruchtete und Kolaric konnte sechs Sekunden vor dem Ende mit einem Lay-Up die Führung zurückerobern.

Der letzte Angriff der Schwäne brachte nichts ein und so verabschiedete sich der Tabellenführer der Superliga aus dem Cupbewerb. Topscorer Charles Barton: „Wir sind schlecht gestartet. Das war ein Weckruf für uns, dass wir kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen dürfen.“

Heute, Donnerstag, kämpfen die Klosterneuburger Dukes um’s letzte verbliebene Ticket für’s Final Four.