Ein ganz Großer tritt beim SKN St. Pölten ab. Florian Trmal kehrt seinem Lieblingssport den Rücken und stellt sich nun ganz in den Dienst der Polizei.

Von Manuel Burger. Erstellt am 24. Februar 2021 (02:01)
Florian Trmal (Mitte) bei seinem ersten Einsatz für den SKN St. Pölten.
Mayer

Die Liga pausierte aufgrund der EM-Qualifikation. Österreich unterlag Ungarn und verpasste einmal mehr die Teilnahme bei einem Großereignis. In den ersten Quali-Spielen war St. Pöltens Florian Trmal noch mit von der Partie. Nach seiner auskurierten Fingerverletzung kehrt der Forward aber nicht mehr auf das Spielfeld zurück und erklärte seinen Rücktritt. Trmal konzentriert sich fortan voll auf seine Tätigkeit bei der Polizei. „Die Doppelbelastung ist ihm zu viel geworden. Er wollte die Mannschaft nicht im Stich lassen, aber wenn man nicht mit 100 Prozent bei der Sache ist, macht es keinen Sinn“, schildert SKN-Headcoach Andreas Worenz.

Mit im Schnitt über 22 Punkten war Trmal in der letzten Saison ein absoluter Topscorer und bei den Rebounds mit über acht die Nummer zwei. „Flo hat uns viele Spiele gewonnen, seine Performance war phänomenal“, lobt Worenz, der mit dem 31 Jahre alten Trmal bei dessen erstem Gastspiel in St. Pölten noch gemeinsam am Feld stand.

Bei dieser EM-Qualifikation war kein SKN-Spieler dabei, dies sollte sich aber mit der Zeit ändern. Der St. Pöltner Trainer hält große Stücke auf Rashaan Mbemba und Felix Angerbauer (beide 17). „Wenn sie gesund bleiben, sehe ich sie im A-Nationalteam.“

Zuvor gilt es aber für die beiden in der Liga auf sich aufmerksam zu machen. Am Samstag geht es für den SKN im Fernsehspiel gegen Wels weiter. „Wir haben in der Pause an Details gearbeitet. Es wird wieder eine enge Kiste werden. Aber Wels ist das Team in der Platzierungsrunde, das uns am besten liegt. Ein Sieg ist drinnen“, glaubt Worenz. Sein Team gewann im Grunddurchgang in OÖ mit zwei Punkten und unterlag daheim mit einem Zähler.