Ein vorzeitiges Fest für den SKN St. Pölten. St. Pölten stürmt auch die Festung Gmunden. Nach dem Sieg beim Vizemeister hat der SKN Tuchfühlung zur Spitze.

Von Manuel Burger. Erstellt am 24. Dezember 2019 (01:42)
SKN-Center Marko Kolaric (l.) zeigte gegen Vizemeister Gmunden (Toni Blazan) mit 14 Punkten und acht Rebounds auf.
Wolfgang Mayer

Die Erfolgsgeschichte des noch so jungen SKN St. Pölten Basketball geht unvermindert weiter. Nach dem Kantersieg gegen Meister Kapfenberg in der Vorwoche setzten sich die Mannen aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt auch beim Vizemeister aus Gmunden durch.

Die Oberösterreicher mussten auf ihren Topspieler Enis Murati verzichten, „die Österreicher haben ihn aber phänomenal ersetzt“, sah SKN-Headcoach Andreas Worenz mit Güttl und dem Ex-St. Pöltner Blazan ein stark aufspielendes Duo. Die Gastgeber kamen gleich mit ihrer ganzen Offensivpower aus der Kabine und waren mit 25 Punkten im ersten Viertel auf Hunderterkurs. Worenz: „Da haben wir unsere Angriffe zu schnell abgeschlossen und ihnen dadurch mehr Räume gegeben.“ Dank eines Buzzerbeaters durch Lewis hielt sich der Schaden für den SKN aber in Grenzen: 23:25.

„Im zweiten Viertel haben wir einen besseren Rhythmus gefunden“, so Worenz. Die Gäste klopften mit einer Sechs-Punkte-Führung (42:36) das erste Mal an. Lewis war mit 16 Zählern in der ersten Hälfte Topscorer. Diesen Titel nahm dann aber ein überragender Jalalpoor (19 Punkte nach der Pause) in Anspruch. Nach einem 12:0-Lauf führte der SKN in der Schlussphase des dritten Viertels mit 62:54.

Unser Deutscher war wieder „on fire“

Zwei Dreier in Folge des Deutschen brachten im letzten Abschnitt die Vorentscheidung — 68:59 (34.). Ein Kolaric-Distanzwurf machte den Sack endgültig zu. „Es ist geil in Gmunden zu gewinnen. Ich habe selbst oft hier gespielt, es ist wegen der lauten Halle und der niedrigen Decke schwer“, fand Worenz.

Durch den fünften Sieg in Folge rangiert St. Pölten nur mehr einen einzigen Sieg hinter dem Spitzenduo Klosterneuburg und Gmunden! Nachdem es für die Erstligisten traditionell keine Weihnachtspause gibt, geht es für den SKN bereits am Christtag mit einem Training sowie am Stefanitag zu Hause gegen Wels weiter. Schon am Samstag geht es dann zum Schlusslicht Vienna Timberwolves.