Für den SKN St. Pölten platzte der Cup-Traum früh. Im Halbfinale kam für den SKN das Aus. Doublesieger Kapfenberg startete bärenstark und ließ St. Pölten keine Chance.

Von Manuel Burger. Erstellt am 04. Februar 2020 (03:21)
SKN-Leitwolf Philip Jalalpoor (l.) war durch seine Gesichtsmaske im Halbfinale gegen Kapfenberg (Willie Atwood) gehandicapt.
Wolfgang Mayer

Im wichtigsten Spiel der noch jungen Geschichte der SKN-Basketballer standen die beiden angeschlagenen Stützen Florian Trmal und Philip Jalalpoor in der Starting-Five. Beide allerdings gehandicapt und von ihrer Normalform weit entfernt.

Trmal kassierte früh sein drittes Foul und kam nach fünf Minuten Spielzeit nicht mehr zurück aufs Feld. „Flo hat sich schon vor dem Spiel nicht wohlgefühlt. Es ist auch im Training nicht rund gelaufen“, so SKN-Headcoach Andreas Worenz zum Topscorer der Liga, für den die Partie nach einem Bänderriss im Knöchel doch zu früh kam.

Jalalpoor, nach seinem Nasenbeinbruch durch die Gesichtsmaske sichtlich beeinträchtigt, fand erst ins Spiel als dieses schon gelaufen war. Nur acht Punkte waren es am Ende. Worenz: „Es war eines seiner schwächsten Spiele. Er hat seinen Rhythmus nicht gefunden, sie haben ihn aber auch gut verteidigt. Ohne Flo und Philip in der Offensive tun wir uns natürlich extrem schwer.“

Im Schwechater Multiversum führte der SKN nur ein einziges Mal, nämlich durch Jagschs ersten Treffer im Spiel zum 2:0. Sieben Zähler der Steirer in Folge deuteten schon im ersten Viertel die Kräfteverhältnisse an. Kapfenberg hatte eine deutliche Überlegenheit am Rebound. Während hinten die Zonenverteidigung nicht klappte, wurde vorne eine schlechte Wurfauswahl getroffen. Die Trefferquote war entsprechend niedrig. Nach schwachen zehn Minuten hatte St. Pölten die Partie bei einem 15-Punkte-Rückstand praktisch schon aus der Hand gegeben: 13:28. Worenz: „Wir sind schlecht gestartet. Kapfenberg war viel aggressiver, das habe ich eigentlich von uns erwartet.“

Bitter: Sogar in Minute 15 hatte Kapfenberg noch doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie der SKN: 38:19. Dank Lewis, der 20 von 32 SKN-Punkten in der ersten Hälfte erzielte, waren die Niederösterreicher zur Pause noch in Reichweite: 32:43.

Im dritten Viertel pendelte sich der Rückstand im zweistelligen Bereich ein, zwei späte Dreier brachten am Ende des Abschnitts die Entscheidung — 71:53. So geriet der Schlussabschnitt, der mit zwei schnellen Dreiern der Steirer begann, zum Schaulaufen.