„Institution“ Andreas Bauch hört auf. Mit Andreas Bauch beendet ein verdienstvoller Spieler seine Karriere. St. Pölten erreicht ohne ihn Platz drei im NÖ-Cup.

Von Manuel Burger. Erstellt am 25. September 2018 (02:26)
Wolfgang Mayer
Nun also doch. Andreas Bauch (l.) hängt keine Saison mehr dran und macht Schluss.

„Er ist mit Martin Speiser eine St. Pöltner Basketball-Institution“, sagte UBC-Headcoach Andreas Worenz über einen Spieler, der nun doch das Ende seiner Karriere verkündete.

Andreas Bauch, abgesehen von einem kurzen Intermezzo in Amstetten, immer für St. Pölten auf Korbjagd, kehrt mit 33 Jahren seinem Sport den Rücken. „Ich finde es schade, aber es ist nachvollziehbar“, meint Worenz, galt es doch für den Vater einer Tochter das Berufs-, Familien und Sportlerleben unter einen Hut zu bringen. Die Verletzungen machten es für Bauch nicht einfacher. „Er war immer ein positiver Mensch, wird fehlen“, hofft Worenz, dass Bauch mit etwas Abstand dem Verein erhalten bleibt. „Er wäre menschlich und fachlich bestens geeignet. Wir würden uns leichter tun, wenn wir Unterstützung bekommen würden.“

Ohne Bauch erreichte St. Pölten beim NÖ-Cup in Klosterneuburg den dritten Platz. Im Halbfinale musste sich der UBC am Freitag dem Gastgeber klar mit 56:86 geschlagen geben. Dabei hielt man den Rückstand nach den ersten beiden Vierteln (-4/-11) noch in Grenzen. Worenz: „Sie bestrafen jeden Fehler und haben uns dann überrollt.“ Die Entscheidung fiel im dritten Abschnitt (14:30).

Somit ging es einen Tag später im Spiel um Platz drei gegen Mistelbach, das gegen Traiskirchen verloren hatte. „Wir waren körperlich wieder unterlegen. Es haben uns dieses Mal drei Insidespieler gefehlt“, musste Worenz neben Gasic (erlitt gegen Klosterneuburg ein Cut), auch Speiser (aus privaten Gründen), Nico Kaltenbrunner (erlitt im Halbfinale eine Verletzung am Finger) und Koroschitz (im Training umgeknöchelt) vorgeben. Trotzdem feierte die Truppe dank Lukas Böcks fünf Punkte am Ende einen knappen 66:65-Erfolg, auch weil Mistelbach den letzten Wurf verlegte. „Wir haben mehr gefightet als am Tag zuvor“, schilderte Worenz.