SKN Basketball feierte das "Comeback des Jahres". SKN holte im vierten Viertel 17 Punkte auf, alleine elf in den letzten vier Minuten. Erste Führung in der letzten Sekunde.

Von Manuel Burger. Erstellt am 22. Oktober 2019 (03:28)
Mayer
St. Pöltens Kelvin Lewis (r.) ist der Mann für die „Crunchtime“. In Wels warf der US-Legionär den SKN zum überraschenden Sieg.

Was für eine Aufholjagd! Mit einem verwandelten Dreier zu Beginn des Schlussviertels führte Wels in Minute 31 bereits mit 17 Zählern (78:61). Dank der Umstellung auf Zonenverteidigung und der Ausbeute von der Dreierlinie (5/6) schaffte der SKN aber das sensationelle Comeback.

Nur mehr vier Minuten waren zu spielen, als die Gastgeber beim Stand von 82:71 einen offenen Dreier verwarfen. Jalalpoor antwortete mit einem Dreier. Der nächste Spielzug verlief ident: 82:77. Trmal und Lewis führten St. Pölten zum Ausgleich (85:85). Nachdem Wels in der Schlussminute wieder mit zwei Punkten vorne lag, versenkte Lewis 1,4 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Dreier. „Das war der krönende Abschluss. Unser Comeback war phänomenal. Das ist der Sport, das ist Basketball“, so Headcoach Andreas Worenz. Der überragende Lewis (zehn Punkte im Schlussabschnitt) kam auf insgesamt 34 Zähler.

„Das war der krönende Abschluss. Unser Comeback war phänomenal."

Dabei waren die Oberösterreicher stark in die Begegnung gestartet: 12:5 (5.) und 17:8 (6.) stand auf der Anzeigentafel. St. Pölten kam zwar nach einem 7:0-Lauf auf 17:15 heran, die letzten Minuten des Viertels gehörten aber wieder eindeutig den Welsern: 25:16. Allein Lewis erzielte zehn Punkte. Auch im zweiten Viertel drückten die Gastgeber zunächst mächtig aufs Tempo und scorten hochprozentig. So hatte das Team in Minute 14 schon starke 38 Zähler am Konto und eine 15-Punkte-Führung in der Tasche. Neben der besseren Trefferquote hatte Wels zur Pause auch eine deutliche Reboundüberlegenheit (24:15) zu verzeichnen. So ging auch der zweite Abschnitt an Lamesic und Co: 28:25. Lewis und Steven Kaltenbrunner (jeweils acht Punkte) hielten offensiv die SKN-Fahnen hoch.

Nach der Pause bestimmten zunächst die Gäste das Geschehen: 8:2 nach weniger als drei Minuten. Doch wie schon in den ersten beiden Vierteln blieb Wels auf „Hunderter-Kurs“. In Minute 28 betrug der Vorsprung der Oberösterreicher bereits 18 Punkte (73:55). Auch dieser Abschnitt ging unterm Strich an Wels: 22:20. Bis die Aufholjagd begann …