SKN Basketball konnte Ligakrösus ärgern. St. Pölten wehrt sich bei Österreichs bestem Klub Kapfenberg tapfer und spielt 28 Minuten lang auf Augenhöhe.

Von Manuel Burger. Erstellt am 08. Oktober 2019 (02:43)
Wolfgang Mayer
Die Sensation blieb aus. Neuzugang Felix Jalalpoor (r.) und sein SKN mussten sich Kapfenberg spät beugen.

Die letzten neun Titel (Meister, Cup und Supercup) gingen in den letzten drei Jahren immer nach Kapfenberg. Dementsprechend war der dreifache Triplesieger gegen Liganeuling St. Pölten auch der klare Favorit.

Auf dem Feld war von der Kräfteverteilung über weite Strecken aber nichts zu sehen. Die Gäste aus der Landeshauptstadt präsentierten sich als hartnäckiger und unbequemer Gegner. Zwar lagen die Steirer immer in Führung, abschütteln ließ sich der SKN bis ins vierte Viertel aber nicht. Angeführt vom erneut überragenden Florian Trmal (jeweils zehn Punkte im zweiten und dritten Abschnitt, mit 29 Zählern bester Mann auf dem Feld) war St. Pölten in Minute 28 auf einen Punkt dran (56:57). „Danach müssen wir es aber cleverer spielen. Uns hat die Routine gefehlt und wir haben schlechte Entscheidungen getroffen“, schildert SKN-Headcoach Andreas Worenz, dessen Team sich im letzten Viertel (14:26) beugen musste.

Trotz der starken Darbietung ist noch Luft nach oben. „Wir haben noch nicht an der oberen Grenze gespielt“, so Worenz. Vor allem die Trefferquoten sind ausbaufähig: Freiwürfe (11/20 Treffer), Zweier (25/47), Dreier (4/19). „Mit einem Wurftag wie gegen Graz hätten wir an der Sensation schnuppern können.“ Trotzdem war der Auftritt ein weiterer Schritt nach vorne. „Das ist kein Rückschlag für uns, wir haben mit erhobenem Haupt die Halle verlassen. Mir haben viele Trainer zur Leistung gratuliert. Kapfenberg, Gmunden und Oberwart sind die drei stärksten Teams der Liga.“

Apropos Gmunden: Am Sonntag (17.30 Uhr) kommen die Traunstädter in das Sportzentrum. Dabei gibt es für Worenz ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Trainer in Chemnitz Anton Mirolybov, der bei den Swans angeheuert hat. „Wir sind befreundet, das wird etwas besonderes“, so Worenz, der auch mit den Gmundnern Friedrich und Blazan in St. Pölten zusammengespielt hat.