SKN St. Pölten gegen Klosterneuburg chancenlos. Minus 30! Schon nach der ersten Hälfte war St. Pöltens Superliga-Saisonstart in Klosterneuburg entschieden.

Von Manuel Burger. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:47)
Für die St. Pöltner gab es kaum Wege zum Erfolg gegen die Klosterneuburger Defensive. In den ersten beidenVierteln gelangen ihnen nur 21 Punkte.
Filippovits

IMMOUNITED DUKES - ST. PÖLTEN 92:62. Bittere Pleite für den SKN zum Ligaauftakt. Beim NÖ-Derby in Klosterneuburg hatte St. Pölten nicht den Hauch einer Chance.
Der Anfang vom Ende folgte schon vor dem Spiel. Spielmacher Kelvin Lewis winkte am Matchtag aufgrund einer Wadenverhärtung ab. „So einfach ist es nicht“, will Headcoach Andreas Worenz die Abwesenheit seines US-Amerikaners aber nicht als Ausrede gelten lassen und sah mehrere Faktoren für die Schlappe.

„Es war das erste Spiel. Alle waren nervös, zum Teil übermotiviert. Da kann so etwas schnell in die Hose gehen“, skizziert Worenz. Für die ersten Punkte benötigte seine Mannschaft mehr als drei Minuten. Knapp 60 Sekunden später lag man bereits 2:11 im Hintertreffen. Neuzugang Schilder und Stütze Trmal kassierten bereits im ersten Viertel jeweils zwei Fouls und mussten auf die Bank.
Worenz brachte schon im Anfangsviertel zehn Spieler aufs Feld, gab bewusst auch den jungen Spielern sein Vertrauen. „Diese Rotation hat in den Testspielen gut geklappt“, schildert Worenz.

Offensiv harmlos, defensiv löchrig

An der Schwäche im Angriff änderte sich aber nichts: Magere acht Punkte in den ersten zehn Minuten, lediglich 13 im zweiten Viertel. Die Quoten (30 Prozent bei den Zweipunktwürfen, 22 bei den Dreiern) sprachen Bände. Worenz: „Wir sind offensiv überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“ Der Plan, das Insidespiel zu forcieren, ging überhaupt nicht auf. Schilder und Cutuk hingen in der Luft. „Wir haben es nicht geschafft, den Ball reinzubringen.“
Klosterneuburg brannte auch dank der Unterstützung des SKN ein Offensivfeuerwerk ab. 31 Zähler im zweiten Abschnitt, mit 51 Punkten zur Pause auf Hunderterkurs. „Durch die Verunsicherung sind dann auch Fehler in der Defensive passiert“, führt Worenz aus. Trmal war mit dem vierten Foul schon in Hälfte eins abgemeldet.

Nach der Pause kam St. Pölten nach einem 9:0-Lauf auf 20 Punkte heran (36:56), die Dukes stellten mit elf darauffolgenden Zählern aber das alte Kräfteverhältnis wieder her. Mit Ach und Krach schaffte es ein einziger Spieler (Wonisch) mit gerade einmal zehn Punkten in den zweistelligen Scorerbereich. Die Neuzugänge blieben blass, Oikonomopoulos spielte nach einer Handblessur nicht in Vollbesitz seiner Kräfte. Und dann erwischte es auch noch Jagsch, der mit einem Nasenbeinbruch ausscheiden musste.