St. Pölten gibt Chris Ferguson eine zweite Chance. Der SKN rüstet sich mit der Verpflichtung des ehemaligen Doublesiegers mit Oberwart. US-Boy war zuletzt vier Jahre lang gesperrt.

Von Manuel Burger. Erstellt am 27. Januar 2021 (01:54)
Neubeginn in St. Pölten nach vierjähriger Sperre. An Talent hat es Chris Ferguson nie gemangelt.
Wolfgang Mayer

Er ist wieder da. Chris Ferguson gewann mit Oberwart 2016 das Double und erlebte ein Jahr später beim BC Vienna seine düsterste Stunde. Nach privatem Drogenkonsum ging der mittlerweile 30 Jahre alte, 2,06 Meter große Power Forward bei einer Dopingkontrolle ins Netz und fasste eine saftige vierjährige Sperre aus. Am 19. Februar läuft diese nun ab und der SKN hat zugeschlagen.

„Wir waren schon länger mit ihm in Kontakt. Viele Vereine haben wegen seinem Image gezögert. Er weiß, dass er einen Fehler gemacht und die besten Jahre im Profigeschäft verloren hat“, schildert SKN-Headcoach Andreas Worenz. „Aber umso motivierter ist er jetzt. Er freut sich auf sein erstes Spiel und seine zweite Chance.“

Weltenbummler mit Defensivstärken

Ferguson sammelte vor seinem Österreich-Engagement Erfahrung in Belgien sowie der Ukraine und war dazwischen in Japan aktiv. In seiner Double-Saison wurde er zum wertvollsten Defensivspieler gewählt.

Nachdem Ferguson während seiner Sperre in Pinkafeld blieb, gab es auch Kontakt mit seinem damals in Graz ansässigen Landsmann Kelvin Lewis, der beim SKN derzeit verletzt ausfällt.

Vom Zeitungsausträger zurück aufs Feld. Mit Rückennummer 20. Der SKN hatte vorbereitete Trikots mit den Nummern 16 und 19. Nachdem er seit Dezember 2020 wieder mittrainieren darf, wünschte sich Ferguson seine neue Glückszahl 20 und bot an, sowohl das Trikot, als auch die Beflockung aus der eigenen Tasche zu bezahlen. „Daran sieht man seine Einstellung“, schmunzelt Worenz. „Wenn wir wieder Zuschauer haben, wird das St. Pöltner Publikum viel Freude mit ihm haben. Er ist ein richtiger Energizer.“