St. Pöltner Neuzugang glänzt gleich. Chris Ferguson ist wieder da und hattemit dem SKN gegen ersatzgeschwächte Welser wenig Probleme.

Von Manuel Burger. Erstellt am 03. März 2021 (01:33)
Chris Ferguson imponierte bei seinem Comeback nach zweijähriger Dopingsperre im Dress der St. Pöltner. Er führte den SKN zum Sieg über Wels und damit aus der Minikrise in der Superliga-Platzierungsrunde.
Wolfgang Mayer

ST. PÖLTEN - WELS 79:64. Aderlass bei den Oberösterreichern! Gleich sechs Spieler mussten verletzungsbedingt passen. Trotzdem kamen die Welser beim Comeback von Ferguson, der seine vierjährige Sperre abgesessen hat, gleich gut in die Partie. Das lag auch daran, dass St. Pölten selbst noch mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatte und früh Fouls kassierte. Schilder wurden nach 77 Sekunden schon zwei aufgebrummt, dann ging es ab auf die Bank. Die Mannschaftsgrenze von fünf Vergehen hatten die Gastgeber schon in Minute vier erreicht. Dann hielt man sich aber im Zaum, mit einem Unentschieden wurde der erste Abschnitt beendet.

Im zweiten Viertel lief für den SKN lange gar nichts zusammen: Fünf Punkte in sieben Minuten. Die Folge war eine 30:22-Führung für die Gäste. Doch als Schilder und Oikonomopoulos aufs Parkett kamen, wendete sich das Blatt. Der Holländer scorte sieben Punkte, der Grieche markierte sechs. So hatte St. Pölten zur Pause die Nase vorne. „Wir haben den Rhythmus schwer gefunden, hatten einen Hänger, sind aber zurückgekommen“, fasste SKN-Head Coach Andreas Worenz zusammen.

„Wir haben den Rhythmus schwer gefunden, hatten einen Hänger, sind aber zurückgekommen“

Mit zwei weiteren erfolgreichen Dreipunktwürfen eröffnete Oikonomopoulos die zweite Halbzeit. Ein 8:0-Lauf sorgte für klarere Verhältnisse: 44:35. St. Pölten geigte nun zunehmend auf, Böck und Schilder: Es war nicht der erste sehenswerte Alley-oop in dieser Saison. Die Welser Trefferquote rasselte rasant in den Keller, so hatte der SKN leichtes Spiel und brachte den ersten Sieg nach zuletzt vier Niederlagen sicher ins Trockene. Worenz: „Wir haben konstant weitergespielt, ich bin zufrieden.“ Das war der Trainer auch mit der Leistung von Ferguson. Der Rückkehrer schrammte mit 14 Punkten und neun Rebounds nur hauchdünn am Double-Double vorbei.

Kurios: Beide Teams bekleckerten sich von der Freiwurflinie nicht mit Ruhm. Wels traf nur 14 von 22 Versuchen, St. Pölten gar nur sieben von 17. Macht unterm Strich ganze 18 vergebene Freiwürfe in einem einzigen Basketballmatch …

Am Mittwoch geht es mit dem NÖ-Duell in Klosterneuburg weiter. Die Dukes leiden noch immer unter den Folgen des Coronavirus. So ist Spielmacher Miletic nach wie vor nicht dabei. „Ohne Miletic sind sie eine Klasse schwächer“, rechnet sich Worenz Chancen aus.