UBC St. Pölten stellt Weichen für das Play-off. St. Pölten sichert sich als Fünfter Duell mit Dornbirn und wirft Kos aus dem Rennen um einen Platz in den Play-offs.

Von Manuel Burger. Erstellt am 05. März 2019 (02:57)
St. Pöltens Florian Pöcksteiner (l.) zeigte gegen Kos mit 13 Punkten auf.
W. Mayer

Für die Kärntner ging es am Sonntag um alles, gleichbedeutend mit dem letzten freien Platz in den Play-offs, für St. Pölten „nur“ darum, Platz fünf in der Tabelle abzusichern. Einen allerdings ungeliebten Rang, der bei einem eventuellen Entscheidungsspiel im Viertelfinale keinen Heimvorteil mehr bringt.

In einer Partie, in der Christoph Böck-Koroschitz krankheitsbedingt nach dem Aufwärmen abwinkte und der punktelose Nico Kaltenbrunner früh Foulprobleme und dadurch wenige Einsatzminuten bekam, begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Die Vorentscheidung fiel zu Beginn der zweiten Hälfte, als St. Pölten auf 44:30 davon zog (24.). Kos kämpfte sich zwar wieder näher, UBC-Kapitän Martin Speiser wehrte mit zwölf Punkten im letzten Abschnitt aber alle Angriffsversuche ab. „Das ist er halt. Er hat den Siegeswillen, ist ein Sportler durch und durch“, streute ihm Head Coach Andreas Worenz nach dem Spiel berechtigterweise Rosen. Als Leader voranzugehen, Verantwortung zu übernehmen, „dass liegt ihm im Blut.“

So brachte St. Pölten den Sieg als routiniertere Mannschaft in trockene Tücher. „Ihre kurze Bank hat uns sicher geholfen“, stellte Worenz, der wiederum seine neun Spieler alle schon im ersten Viertel aufs Feld brachte, fest. Beim Gegner kamen nur sieben Akteure zum Einsatz. „Es war eine Defensivschlacht. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis“, so Worenz weiter.

Nach dem Sieg über Kos winkt dem UBC nun zumindest eine weite Fahrt nach Dornbirn. Die Vorarlberger schlossen den Grunddurchgang um einen Platz besser als St. Pölten auf Rang vier ab. Sportlich gesehen, ist Dornbirn auf jeden Fall in Reichweite. In Vorarlberg setzte sich der UBC mit 91:83 durch, hat nach der 76:104-Heimpackung noch eine Rechnung offen. Kos muss in der kommenden Saison einen neuerlichen Anlauf auf die Play-offs nehmen.