Nö Landesmeisterschaften: Heimduo holt Bronze. Die Lokalmatadore Georg Köstler und Manuel Leitgeb schaffen in St. Pölten den Sprung auf‘s Stockerl.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. August 2017 (03:44)
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Das Wetter war nicht optimal bei den Landesmeisterschaften. Auch die St. Pöltner Union-Bundesligisten schauten da lieber unter Dach zu.

St. Pölten war in der vergangenen Woche Schauplatz der NÖ-Landesmeisterschaft. Mit 17 Herren- und 16 Damenteams kämpfte die logistisch maximale Anzahl am Ratzersdorfer See und auf der Anlage der Sportunion St. Pölten um die Titel, die Qualifikation für die Staatsmeisterschaften und insgesamt 1500 Euro Preisgeld.

Am ersten Turniertag wurde unter teilweise strömenden Regen und widrigen Bedingungen bis zum Halbfinale gespielt. Bei den Damen schied überraschend im Viertelfinale die Nummer-2-Paarung Luda/Jusufi aus, sonst konnten die top-gesetzten Teams den Finaltag erreichen.

Wetter nicht optimal

Im Herrenbewerb spielten sich die Top 3 ins Halbfinale, mit dabei auch die Lokalmatadore und Publikumslieblinge Georg Köstler und Manuel Leitgeb. Für viele nicht überraschend komplettierten die nur an Nummer 9 gesetzten Geheimfavoriten Meier/Hirsch die Semifinals.

Die beiden Badener sorgten am Finaltag gleich für die erste Sensation. Sie bezwangen die Nummer eins des Turniers, Rohm/Maderböck, und zogen somit ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale mussten sich die Lokalmatadore knapp geschlagen geben. Die nächste Überraschung folgte vor toller Kulisse im Spiel um Bronze. Köstler/Leitgeb konnten gegen Rohm/Maderböck gewinnen. „Angetrieben von den heimischen Fans haben wir ganz klar unsere beste Saisonleistung abrufen können“, freute sich Leitgeb.

„Favoritensterben“ am Ratzersdorfer See

In einem packenden und hochklassigen Finale erwischten Kain/Fischer den besseren Start und konnten den ersten Satz ungefährdet für sich entscheiden.

Spiegelverkehrt lief der zweite Durchgang. Meier/Hirsch gingen früh in Führung und ließen keine Zweifel aufkommen, dass sie sich den Titel sichern wollten. Ein dritter Satz musste die Entscheidung bringen. Kain/Fischer holten sich schnell eine Dreipunkteführung, gaben diese nicht mehr her und holten sich verdient den Titel und damit verbunden das Ticket zu den Staatsmeisterschaften.

Bei den Damen scheiterten ebenfalls die Topgesetzten im Halbfinale. Weber/Preiml konnten sich aber die Bronzemedaille sichern, da das Team Bajraktarevic/Haslinger nach dem verlorenen Halbfinale wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben musste.

Im großen Finale gab es mit Haselsteiner/Bauer gegen Hebenstreit/Pferschinger ein Generationenduell. Die Teams verwöhnten die Zuschauer von Anfang an mit unglaublichen Verteidigungsaktionen und Ballwechseln, die bis zu einer Minute dauerten. Ein bisschen überraschend setzte sich bei dieser unglaublich anstrengenden Verteidigungsschlacht die Routine durch. Hebenstreit/Pferschinger holten den Titel nach Tulln.

Trotz bescheidenem Wetter war die Veranstaltung ein Erfolg. „Auch wenn bei Schönwetter natürlich einige Zuschauer mehr gekommen wären, gab es sehr gut besuchte Spiele und von den Spielern gab es einheitliches Lob“, gibt Manuel Leitgeb dieses an sein Team, die zahlreichen Sponsoren und die wetterfesten St. Pöltner Sportfans weiter.