Mit St. Pöltner Know-how zu drei Medaillen. Drei Medaillen bei den Europameisterschaften übertreffen kühnste Erwartungen der Athleten, die alle im Olympiazentrum betreut werden.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:09)
Stolz auf seine Schützlinge. Trainer Gerhard Rainer gratulierte Jennifer Onasanya und Katrin Beierl (r.) zum Podestplatz in Deutschland.
ÖBSV

„Was für ein Wochende für den österreichischen Bobsport und wir Niederösterreicher haben wesentlichen Anteil daran“, konnte es auch Kurt Teigl als Präsident des NÖ-Bob- und Skeletonverbands kaum fassen. In jedem Bewerb, an dem teilgenommen wurde, gab es eine Medaille für Österreich, zweimal glänzte das Metall dabei in Bronze, einmal sogar in Silber.

Den Auftakt machte die Himbergerin Katrin Beierl mit Anschieberin Jennifer Onasanya als Dritte des Zweierbob-Weltcups in Winterberg. Bei den Herren fuhren danach auch Benjamin Maier und Markus Sammer auf den unerwarteten dritten Platz.

Das österreichische Damen-Duo teilte sich nach zwei Läufen die Medaille mit den zeitgleichen Deutschen Jamanka/Fiebig. Gold und Silber ging ebenfalls an die Gastgeber. Die Bronzepilotinnen hatten 79 Hundertstel Rückstand auf Gold.

Maier und Sammer mussten sich ebenfalls zwei deutschen Bobs geschlagen geben, doch der Tiroler und seine Crew konnten am Sonntag in ihrer Spezialdisziplin, dem Vierer, sogar die Silberne drauflegen.

Teigl zählt freilich auch den Tiroler Piloten als halben Niederösterreicher. „Athletisch und sportwissenschaftlich werden beide Teams vom Olympiazentrum St. Pölten betreut“, erklärt der Präsident, dass die Trainingsplanung mit Topstartzeiten erst den Erfolg ermöglicht. „Nur wenn das passt, kann man eine Medaille gewinnen!“

Die beiden anderen Ösi-Teams mit den Fahrern Treichl und Geiger haben andere Betreuer (außer die NÖ-Anschieber Will Dibo und Ekemini Bassey) und zuletzt etwas den Anschluss verloren. „Sie sind am Start zu schwach und deshalb nicht konkurrenzfähig“, bedauert Teigl, der sich aber freut, dass Maier die Topbetreuung zu schätzen weiß. „Er bezahlt diese für sich, Stepan, Sammer und Huber sogar extern aus eigener Tasche!“