Erstellt am 10. Januar 2017, 05:20

von Claus Stumpfer

Den Titel verteidigt. Pechhacker ist erneut Staatsmeister. Wilhelmsburgs Conny Holland sichert sich den österreichischen U-17-Titel.

Jürgen Pechhacker (vorn) musste beim 3KöniXcrosS gegen Gerald Teubenbacher kämpfen.  |  NOEN, CS

Das 3KönixcrosS war zwar heuer nur als Trainingslauf deklariert, weil zwei Tage später die Staatsmeisterschaften in Stadl-Paura am Programm standen, aber kurioserweise war das Traditionsrennen in St. Pölten trotzdem besser besetzt als die Titelkämpfe. Zumindest zeigte Gerald Hauer, dass er in Österreich bei Querfeldeinrennen kaum zu schlagen ist. Auch der regierende Staatsmeister Jürgen Pechhacker hatte trotz exzellenter Technik keine Chance. Der Fahrer vom Veranstalterklub musste nach einem Sturz sogar kämpfen, um sich Gerald Teubenbacher von sunpor St. Pölten vom Leib zu halten.

Bei den Damen zeigte Nadja Heigl, warum sie als Österreichs Toptalent im Radsport gilt. Bei den Staatsmeisterschaften wiederholte sie ihren Sieg ebenso eindrucksvoll.

Bei den Herren war dann in Stadl-Paura Jürgen Pechhacker allein auf weiter Flur. Ausgerechnet der Höhepunkt der heimischen Querfeldein-Radsaison lockte bei tiefwinterlichen Verhältnisse nicht allzu viele Asse nach Oberösterreich.

Bei den Nachwuchsbewerben am Samstag ließ sich Conny Holland von den Naturfreunden Wilhelmsburg auch nicht von den frostigen Temperaturen bremsen. Sie bewies einmal mehr, dass sie zu den größten österreichisvhen Talenten gehört. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke mit Schneeauflage rund um das Pferdezentrum baute sie ihren Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen kontinuierlich aus und meisterte auch die sehr steilen und schwierigen Anstiege, die den Athleten einiges abverlangt haben, gekonnt. Für Holland gab es Gold in der Kategorie U 17.

„Die Strecke mit den vielen technischen Einlagen, die mit dem Schnee noch schwieriger wurden, hat mit voll gefallen, nur die Kälte hat in der letzten Runde schon wehgetan“, steckte sie aber auch das locker weg. „Ein super Start ins neue Jahr“, schwärmte sie.

Ihr Bruder Michael war weniger begeistert. „Wegen einer Verkühlung musste ich zu Hause bleiben, um nicht meinen bis jetzt tadellosen Trainingsaufbau zu gefährden.“