Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:51

von Claus Stumpfer

Ein Training mit Waffen. Katharine Loukopoulos war bereits zum vierten Mal bei Zen Tai Ryu HAK St. Pölten zu Gast und zeigte den Kursteilnehmern aus ganz Österreich Waffenkampfkunst vom Feinsten.

Die Seminarteilnehmer aus Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark mit US-Griechin Katherine Loukopoulos (stehend, links).  |  NOEN, privat

Karate und Kobudo gehören im Ursprungsland der japanischen Kampfkünste, Okinawa, untrennbar zusammen. Einige wenige Karategruppen in Österreich wie der UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten tragen diesem sporthistorischen Faktum Rechnung und beziehen die klassische Waffenkunst in die Ausbildung ein.

Dazu lud Erhard Kellner die wohl bekannteste Kobudo-Trainerin der Welt nach St. Pölten ein: Die in Griechenland geborene US-Amerikanerin Katherine Loukopoulos lebte fast zwei Jahrzehnte in Okinawa und studierte Karate und Kobudo bei den alten Meistern dieser Künste. Bekannt wurde die Kampfkünstlerin als Nahkampf-Trainerin der US Army, die sie überdies in Afghanistan psychologisch betreute.

Loukopoulos, von Beruf Kriminalpsychologin, besuchte nun schon zum vierten Mal die Landeshauptstadt, um interessierte Karateka auch in der Benützung der traditionellen asiatischen Waffen wie Bo (Langstock), Sai (Gabel), Tunfa (Kurbel) oder Nunchaku (Dreschflegel) auszubilden und zu prüfen. „Kobudo ist eine hilfreiche Ergänzung zum Karate und entwickelt wichtige Bewegungsmuster“, sieht Zen-Tai-Obmann Erhard Kellner großen Nutzen in diesem Training und die WM-Fünfte Kirstin Wieninger bestätigt: „Vor allem das Arbeiten mit Frau Loukopoulos und ihrer Methodik bringt mir viel!“

Wieninger ist im Kobudo auch österreichische Meisterin und strebt hier den Schwarzgurt (Dan) an. Erst kürzlich bestand sie gemeinsam mit Noemi Lixandroiu mit Auszeichnung die Prüfung zum zweiten Karate-Dan. „Der Kobudo-Dan könnte in ein bis zwei Jahren Realität werden“, hofft Wieninger.