St. Pöltner Eishalle soll bald öffnen. Hoffen auf die Zeiten nach Corona: Eiskunstläuferinnen des UEV St. Pölten 1872 bleiben weiterhin sehr motiviert. Das Schaulaufen im Juni fällt heuer zwar aus - nach einem Ersatztermin wird gesucht -.doch die Kinderkurse sollen ab September wie geplant im Sportzentrum NÖ stattfinden. Anmeldungen dazu sind ab sofort möglich.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. April 2020 (09:57)

Auch für die St. Pöltner Eiskunstläuferinnen ging die Saison viel zu schnell zu Ende, nachdem zuvor noch tolle Leistungen von den Läuferinnen erbracht worden waren. So konnte der St. Pöltner Union Eislaufverein 1872 bei zahlreichen Bewerben Podestplätze erringen. Doch nun heißt es auch für die seit Wochen: Zuhause bleiben! Ganz nach dem Motto „Turnschuhe statt Eislaufschuhe“.

Die notdürftig freigeräumte Fläche Zuhause soll nun als Ersatz für die Eisfläche des Sportzentrums NÖ dienen. Eine Drehscheibe mit 30x10 Zentimeter ist die einzige Möglichkeit, das Gefühl für Pirouetten nicht zu verlieren. Um das Leistungsniveau der Läuferinnen bestmöglich aufrecht zu erhalten, finden Trainingseinheiten online via Laptop statt. „Leider ist die Trainingssituation gerade sehr schwierig“, klagt Sabrina Kreuzer, Trainerin der zurzeit über 15 aktiven Mitglieder des UEV. So versucht sie ihre Sportlerinnen mit vielen neuen und kreativen Übungen trotz Distanz, so gut es geht, zu unterstützen.

Nemeth ist am Weg zur österreichischen Spitze

Gerade nach dem erfolgreichen Schattenburg-Cup in Feldkirch (Vorarlberg), bei dem sich Hanna Nemeth in der Kategorie „Adult Gold“ mit dem zweiten Platz behaupten hatte können und auch Jessica Rückert, Maria Higueras-Hernandez, Anna Wenzel, Lisa Kaupp und Anna Schubert hervorragende Leistungen gegenüber der internationalen Konkurrenz zeigen hatten können, war die Motivation bei allen groß, sich für die nächste Saison vorzubereiten.

„Diese Motivation gilt es jetzt trotz Corona-Pandemie aufrecht zu halten“, sagt Alfred Marbach. Trotz der widrigen Umstände ist der Obmann des Vereins überzeugt: „Unsere derzeit starken Läuferinnen werden mit viel Fleiß an die Ergebnisse der vergangenen Saison anschließen und diese übertreffen können.“ Auch er hofft auf eine baldige Öffnung der Eissporthalle des Sportzentrums NÖ.

Erklärtes Ziel ist es, noch im Mai mit dem Training zu starten. „Auf einer Eisfläche von 60x30 Meter ist auch die Vorgabe der Regierung für Solo-Sportler, nämlich 20 Quadratmeter Abstand beim Training voneinander zu halten, gewährleistet“, sagt Marbach, der auch betont, wie wichtig konsequente Trainingsarbeit speziell im Eiskunstlauf sei. Zusatz: „Das Training ist aber leider auch von optimalen Verhältnissen abhängig, weshalb wir gemeinsam mit der Stadt St. Pölten, dem Sportzentrum NÖ und dem Land NÖ diese für eine erfolgreiche Zukunft unserer Läuferinnen ermöglichen wollen.“

Schaulaufen verschoben, hoffen auf Kinderkurse

Das geplante Schaulaufen Ende Juni fällt aber auch dem Virus zum Opfer, nach einem Ersatztermin wird gesucht. „Es hat schon Tradition, dass sich der UEV mit seinen Mitgliedern jedes Jahr vor regionalem Publikum präsentiert und so auch den Nachwuchs für diesen Sport gezielt anspricht“, erklärt Marbach. „Und wir freuen uns immer auf interessierte Kinder“, ergänzt Nicole Langer, eine von derzeit drei Übungsleiterinnen der Kinderkurse, welche schon Kinder ab 4 Jahren mit dem Eiskunstlauf begeistern kann.

So blickt der UEV schon zukunftsfroh auf September. Dann sollen auch wieder die Kinderkurse stattfinden! Interessierte Kinder und Eltern können sich bei alfred.marbach@eiskunstlaufstpoelten.at melden.