Geisterspiel-Premiere geht an St. Pölten. Der SKN ließim Derby nichts anbrennen. In der herausgeputzten bet-at-home Arena fehlten nur die Fans.

Von Manuel Burger. Erstellt am 21. Oktober 2020 (01:50)
Der 21-jährige Forward Jakob Wonisch begann wie aus der Pistole geschossen und brachte die St. Pöltner daheim in der neu gebrandeten Arena früh auf die Siegerstraße.
Wolfgang Mayer

Das erste Geisterspiel der Basketball-Bundesliga startete hochklassig. Beide Teams feuerten in den ersten Minuten ein wahres Offensivfeuerwerk ab, nach vier Minuten stand es 13:11. Die hohe Trefferquote konnte im ersten Viertel aber nur mehr St. Pölten aufrecht erhalten. Nach sechs Minuten hatte der SKN schon 21 Punkte in der Tasche und nach einem 13:0-Lauf eine 29:13-Führung. Stark: Wonisch ohne Fehlwurf mit elf Punkten. Traiskirchen wartete über fünf Minuten auf einen Treffer.

Die Gastgeber blieben am Drücker

Auch im zweiten Abschnitt blieben zunächst die Gastgeber am Drücker und lagen in Minute 17 mit 18 Zählern vorne (43:25), ehe die Gäste mit neuen Punkten in Serie wieder näher heran kamen. Mit drei erfolgreichen Dreiern des SKN zum Auftakt der zweiten Hälfte schien die Partie schon frühzeitig entschieden zu sein

— 63:39. (25.) Doch Traiskirchen schaffte einen erneuten 9:0-Lauf und ließ sich nicht abschütteln. In der Schlussphase verkürzten die Lions auf minus acht und hatten sogar die Großchance weiter zu verkürzen. Doch die Kaltschnäuzigkeit legte schlussendlich St. Pölten an den Tag und baute den Vorsprung endgültig wieder aus.

„Ich bin zufrieden. Wir haben gezeigt, dass wir besser waren“, fand SKN-Head Coach Andreas Worenz. „Es war auch wichtig, die Niederlage in Klosterneuburg aus dem Kopf zu kriegen.“ Bester Werfer war Kelvin Lewis, der nach seiner Verletzung mit 23 Punkten sein Saisondebüt feierte. Worenz: „Er hat Verantwortung übernommen und ist ein echter Siegertyp.“

Auf die Zähne gebissen hat Roman Jagsch. Nach seinem, bei der Eröffnungspartie in Klosterneuburg, erlittenen doppelten Nasenbeinbruch stand der Kapitän am Samstag mit Gesichtsmaske schon wieder auf dem Parkett. Apropos Parkett: Der Boden wurde im Sportzentrum neu verlegt und die Halle nach der Sanierung mit dem Namen „bet-at-home Arena“ neu getauft.