Aufstockung der HLA kommt fix. Das ÖHB-Präsidium beschloss künftig mit zwölf Klubs in der höchsten Liga zu spielen. Bei den St. Pöltner Falken begrüßt Obmann Michael Kögl die Reform.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. April 2021 (01:35)
Der erste Platz eins in der Quali-Runde wurde vorzeitig fixiert. Trainer Damir Djukic scheint es nach der Schluss-Sirene gegen die Fivers 2 selbst nicht glauben zu können. Im Play-off geht es sogar noch um den Aufstieg, der nach der Ligareform extrem wertvoll wäre. Schon einmal hat Djukic so ein „Wunder“ einer Mannschaft nach der Hoffnungsrunde erlebt. 
Stumpfer

Am Samstag beschloss der Vorstand des Österreichischen Handballbunds (ÖHB) mit Vertretern beider spusu-Ligen, eine grundlegende Reform des Herrenhandballs. Ab kommender Saison besteht die spusu-Liga aus zwölf statt bisher zehn Mannschaften, die spusuChallenge mit den St. Pöltner Falken wird in zwei Staffeln mit maximal je zehn Teams geteilt. Aus der laufenden Meisterschaft wird es keine Absteiger aus den beiden höchsten Ligen geben.

Die neue Zwölferliga

Bislang war die Meisterschaft in drei Phasen unterteilt: Hauptrunde, Bonus-/Quali-Runde sowie K.o.-Duelle zur Ermittlung des Meisters beziehungsweise Absteigers.

Künftig wird die spusu-Liga in Hin- und Rückrunde ausgetragen, mit anschließender K.o.-Phase. Die Top 8 qualifizieren sich dabei fürs Viertelfinale. Die verbleibenden vier Teams spielen im Abstiegs-Play-off um den Klassenerhalt, einer steigt ab.

Bei den Falken begrüßt Obmann Michael Kögl die Reform. Auch ihm ist aber klar: „Ein Aufstieg noch heuer würde sich wirklich auszahlen!“

Die neue 2. Liga

Die Hauptrunde der spusu-Challenge wird in die Staffeln Süd-Ost und Nord-West mit maximal je zehn Teams geteilt. Damit sollen Vereine aus den Bundesländern im Westen, die aktuell in unterklassigen Ligen in angrenzenden Nachbarländern spielen, wieder in den heimischen Spielbetrieb gelotst werden. Die Staffel Süd-Ost umfasst neben NÖ noch Wien, das Burgenland, Kärnten und die Steiermark. In der Staffel Nord-West spielen OÖ, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Von September bis Februar wird ein Grunddurchgang in der jeweiligen Staffel ausgetragen, im Anschluss in einem österreichweiten Meister-Play-off um den Aufstieg und in regionalen Play-offs gegen den Abstieg gespielt.

Future-Teams statt U 20 

In den Future-Teams sind alle Spieler des U-16-Jahrgangs und älter spielberechtigt. Für jeden Spieler über 20 Jahre muss mindestens ein U-20-Spieler am Blankett aufscheinen. Der Spielbetrieb der Future-Teams ist in den kommenden drei Saisonen an jenen der jeweiligen Kampfmannschaften gekoppelt. Ab 2024/25 sollen alle Future-Teams eigenständig antreten.