Bei den St. Pöltner Falken ist „der Wurm ist drin“. Auch gegen Trofaich gab‘s für die Falken nichts zu holen. Nach sechster Pleite ist man im Tabellenkeller gelandet.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (01:00)
Stumpfer
Handicap. Kreisläufer Alex Pils spielte nach einem Cut mit Turban.

Für die St. Pöltner Falken ist derzeit kein Licht am Horizont in Sicht. „Der Wurm ist drin“, musste auch Obmann Michael Kögl nach der 25:29-Heimniederlage gegen Trofaiach zugeben. Dabei hatte man zu Beginn die Partie durchaus offen gestalten können, und die Gäste aus der Obersteiermark waren keinen Deut stärker als die St. Pöltner. Nur während Trofaiach den vierten Sieg bejubeln konnte, setzte es für die Falken die fünfte Pleite in Folge. Mit sechs Niederlagen bei zwei Siegen ist die Truppe von Coach Janos Frey somit im Tabellenkeller angekommen.

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Man of the match Jojo Kral mit Veronika Steiringer (Bachner-Bau) und Obmann Michi Kögl.

Dabei begann man das Spiel mit guter Deckungsarbeit rund um Abwehrchef Martin Zettel. Selbst Maretic und Becic wurden so immer wieder zu Fehlwürfen gezwungen. Bei den Falken war Spielmacher Kevin Wieninger zwar wieder an Bord, doch zunächst nur auf der Ersatzbank, da er nach seiner Erkrankung noch kein Training mitmachen hatte können. Zettel übernahm in der Offensive daher auch gleich seine Rolle — und zunächst erfolgreich! Dass es sehr körperbetont zuging, versteht sich, denn der gelernte Koch nimmt keine Gefangenen. Doch auch die Gäste wussten sich kampfkräftig zu wehren. Und mit Treffern aus dem Rückraum fanden die Gäste auch mehr und mehr ins Spiel. Das Spiel der Falken hingegen wird zusehends zerfahrener. Technische Fehler ermöglichen Trofaiach rasche Gegenzüge, die sie auch in Tore zu verwandeln verstehen. Zur Pause liegen die Falken in diesem Low-Score-Game daher 12:14 zurück.

Und die zweite Halbzeit beginnt schlimm für die Hausherrn. Kreismann Alex Pils zieht sich ein Cut zu, dass lange nicht geschlossen werden kann (letztlich spielt er mit Turban weiter) und nachdem Pfaffinger die Chance zum Ausgleich vergeben hat, ziehen die Steirer auf 19:14 davon.

Doch dann bäumt sich vor allem einer auf: Jojo Kral erzielt aus dem Rückraum plötzlich Tor um Tor für die Falken. Beim Stand von 22:23 (50.) hat man erneut die Chance auszugleichen, doch das Tor will nicht gelingen und nach dem 22:24 zerfällt das Spiel der St. Pöltner neuerlich. Hektik und technische Fehler besiegeln das Schicksal der Falken. Sichtlich frustriert begeht Pils ein für ihn untypisch hartes Foul und sieht auch noch Rot, was aber zu diesem Zeitpunkt keine Bedeutung mehr für den Ausgang des Spiels hat. In den Schlussminuten ergeben sich Kral und Co. — 25:29!