Davor Taskovic ist im Anflug auf St. Pölten. Der 34-jährige Ex-Internationale Davor Taskovic soll St. Pölten vor Abstieg retten. Gegen Atzgersdorf fehlte er noch.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. Februar 2020 (01:35)
Abwehrchef Martin Zettel (r.) musste nach etwas mehr als einer Viertelstunde auch in der Offensive ran.
Claus Stumpfer

Der 34-jährige Serbe Davor Taskovic soll im Abstiegskampf die St. Pöltner verstärken, doch gegen die Wiener hat der zwei Meter große Hüne, der für den Rückraum und linken Aufbau geholt wurde, noch gefehlt. Erst am Montag (nach Redaktionsschluss) sollte er nun vom Flughafen abgeholt werden.

„Am Dienstag ist er hoffentlich schon beim Training dabei und dann mit seiner internationalen Erfahrung eine Verstärkung bei den Spielen“, hofft Obmann Michael Kögl. „Er soll v für die nötige Ruhe sorgen, denn derzeit haben unsere Jungs oft nicht die Nerven in engen Spielen die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen“, weiß Co-Obmann Johannes Kral.

Diese Erfahrung machten Spieler und Fans auch beim Spiel gegen die Atzgersdorfer, das wegen des SKN-Hallenfußballturniers im Sportzentrum NÖ stattfinden musste.

Dabei hätte den Jungfalken ein Heimsieg gegen die Wiener im Abstiegskampf sehr gut getan. Doch die Mannschaft setzte nahtlos an die Spiele im Grunddurchgang an und konnte ihre Chancen in der hektisch geführten Partie nicht nützen.

In Halbzeit eins wogt das Spiel hin und her. Einige tolle Paraden von Falken-Goalie Mark Hübner kompensieren die eigene Abschlussschwäche. Ab der 17. Minute verstärkt Abwehrchef Martin Zettel daher auch die Offensive im rechten Aufbau. „Dort ging ohne den erkrankten Paul Posset gar nichts“, kommentiert Kral, der aber auch seinen Sohn Johannes nicht schont. „Er hatte diesmal eine katastrophale Wurfausbeute, und traf oft auch falsche Entscheidungen!“

Zettel bringt etwas Schwung in Angriff

Mit Zettel vorn geht es dann etwas besser und als beim Stand von 11:11 (23.) die Gäste Niko Fuchs nach einer Roten Karte vorgeben müssen, keimt Hoffnung in der Halle auf. Auch die Offensiv-Verteidigungsvariante der Atzgersdorfer — sonst eine Achillesferse der Frey-Schützlinge — stecken sie gut weg. Mit einer 14:13-Führung gehen die Falken in die Pause und erhöhen nach Wiederbeginn gleich auf 15:13 durch Jan Neumaier.

Die Abwehr der Heimischen steht zwar kompakt, doch einen Mann bekommen sie nicht in den Griff — Alen Bajgoric erzielt 15 Tore! „Darunter waren zwar sieben Siebenmeter, aber sieben Tore vom Flügel sollten auch nicht passieren“, sieht Kral hier auch bei Hübner im Tor noch Lernpotenzial. Trotzdem hat sich der Junggoalie nach langer Zeit wieder einmal den Ehrentitel „Man of the match“ geholt.

Auch Atzgersdorf Schlussmann Hartwein zeigt einige tolle Paraden, doch ist es vor allem die Unerfahrenheit der St. Pöltner im Angriff, welche das Spiel kippen lässt.

In der 43. Minute gleichen die Gäste durch Bajgoric auf 17:17 aus. Einen Doppelausschluss bei Atzgersdorf können die Falken nicht nutzen und beim Stand von 22:22 (52.) sind es die St. Pöltner, die aufgrund etlicher Zeitstrafen das Spiel aus der Hand geben.

Es folgen nun zwei Auswärtsspiele in Wien und in Tulln. Das nächste Heimspiel findet am 22. Februar gegen Korneuburg statt.