Ein Abstieg mit Anstand. St. Pöltnerinnen halten in ihrem letzten WHA-Spiel gegen Wr. Neustadt gut mit, verlieren aber dann doch 26:29.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 14. Mai 2019 (01:47)
Stumpfer
Kreisspielerin Nicole Salfinger und die St. Pöltnerinnen verabschiedeten sich aus der WHA mit Anstand.

Es war eine würdige Verabschiedung aus der WHA, bei der die St. Pöltnerinnen den Tabellenachten noch einmal fordern konnten. Dabei fehlte nun auch Melissa Begovic, die sich in Perchtoldsdorf das Kreuzband gerissen hatte. Die Wr. Neustädterinnen wiederum wären bei einer Niederlage vom achten auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht, hatten also doch einiges zu verlieren.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten sich die Wr. Neustädterinnen zweimal mit drei Toren Vorsprung absetzen. Birgit Wagner brachte die Heimischen erstmals wieder in Führung (22.) und stellte auch zum Pausenstand von 14:15.

Bis zur 50. Minute (22:22) war es dann ein extrem ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Heimischen. Schmölz, Hollaus und noch einmal Schmölz /Toptorschützin mit sieben Treffern) konnten St. Pölten dreimal in Führung bringen.

Trainer Norbert Visy gab allen Spielerinnen Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Auch die Youngsters konnten in den letzten zehn Minuten gut mithalten, den sehr erfreulichen Schlusspunkt zum 26:29 setzte U-16-Spielerin Asya Aksakalli mit ihrem ersten WHA-Tor.

„Die Spielerinnen hatten eine Woche Zeit den Abstieg zu verdauen und haben uns noch ein spannendes Spiel geliefert. Als Verein haben wir von den vier Jahren in der WHA enorm profitiert. Unsere Organisation ist professioneller geworden, die Spielerinnen selbstbewusster“, meinte Sektionsleiter Gerhard Halm.

Zumindest um den Nachwuchs muss er sich keine Sorgen machen. Der dritte Platz der WHA U18 trotz Verletzungen von Lajla Alkic, Anna Lena Forstner und Begovic zeigt das Potenzial der Truppe.

Halm war diemsal auch das U-18-Spiel wichtiger, schließlich ging es gegen die direkten Konkurrentinnen um den dritten Platz, und man musste in Unterzahl spielen. Anna Lena Forstner, die vor vier Wochen an der Schulter operiert wurde, kam nur für die Strafwürfe rein. Aber die St. Pöltnerinnen zeigten Klasse, stellten gleich auf 4:0 (5.) und waren bis auf zwei Minuten in der ersten Halbzeit immer in Führung. Katrin Betz baute den Vorsprung auf sechs Tore aus (45.). Auch als i Hörhann und Hetemaj gleichzeitig hinausgestellt wurden (48.) und somit drei Feldspielerinnen gegen sechs antraten, konnten die Neustädterinnen nur um ein Tor aufschließen.

Zudem fährt St. Pöltens U 12 als Vizelandesmeister neben Meister Hypo NÖ am 1. und 2. Juni zu den österreichischen Meisterschaften. „Wir haben über 120 aktive Spielerinnen und werden unseren Weg mit Eigenbauspielerinnen fortsetzten“, steht für Halm fest. „Nur die erfahrenen Spielerinnen müssen wir heuer halten!“