Falken gehen in Wien Atzgersdorf mit 20:29 unter. Nikolic beim Debüt im Falken-Dress gleich "Man of the match".

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. März 2020 (01:30)
Ex-Fiver Mathias Nikolic unterstützt die Falken im Abstiegskampf.
privat

Langsam aber sicher wird es eng im unteren Play-off. Die St. Pöltner Falken und Tulln liegen abgeschlagen, punktegleich am Tabellenende. Man matcht sich also um den vierten Tabellenplatz der zwei Heimspiele für die Relegation bedeutet. Und so hofften die Frey-Schützlinge in Atzgersdorf auf eine Überraschung.

In der Hinrunde beim Heimspiel gegen die Wiener war es 50 Minuten lang ein Spiel auf Augenhöhe. Den Unterschied machte dann nur die Abgebrühtheit der Atzgersdorfer. Und so reiste die Mannschaft guter Dinge nach Wien. „Zuletzt haben wir unsere Spiele immer knapp verloren. Doch in jedem Spiel gibt es etwas Positives, das wir dann in der Relegation gut gebrauchen können“, hoffte auch Johannes Kral mit Unterstützung der mitgereisten Fans auf Punkte.

Abwehrchef Martin Zettel stand aufgrund einer Kieferoperation nicht am Platz, jedoch hatte mit Mathias Nikolic ein ehemaliger „Fiver“ kurzfristig verpflichtet werden können. Er wird die Falken im Abstiegskampf unterstützen.

Die deutliche Niederlage in Atzgersdorf konnte aber auch Nikolic nicht verhindern, obwohl der 29-jährige Mathematikstudent letztlich noch der auffälligste St. Pöltner im Spiel sein sollte. Alle anderen Falken erwischen einen rabenschwarzen Tag.

Das Spiel begann hektisch und die Heimischen legten von Anfang an vor. Schon nach 20 Minuten stand es 11:7 für die Wiener. „Unser Angriff lief überhaupt nicht und die Abwehr kam mit den Tempoangriffen nicht klar“, klagte Coach Janos Frey. Gutes Kombinationsspiel ermöglichte den Hausherrn einfache Tore, Bajgoric am rechten Flügel warder überragende Mann am Platz — 14:9 stand es zur Pause.

Und Atzgersdorf kam auch besser aus der Kabine — 18:10 (35.). Die Wiener spielten noch weitere zehn Minuten voll (25:14, 45.), dann ließen sie das Spiel mit ihren Youngsters zum Endstand von 29:20 „austrudeln“.