Falken St. Pölten: Djukic will nur mehr Trainer sein. Spielerkarriere des Ex-Nationalteamspielers endgültig vorbei. „Coaching hat zu sehr gelitten!“

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:00)
Paul Posset versuchte gegen die Fivers II nach der Pause das Spiel in die Hand zu nehmen und traf aus dem Rückraum sechsmal. Das reichte zwar nicht, um das Spiel zu drehen, aber locker um „Man of the match“ auf der Seite der Heimischen zu werden.
Claus Stumpfer

ST. PÖLTEN - FIVERS II 23:30. Nach Beratungen mit Co-Trainer Thomas Tiefenbacher hat Damir Djukic beschlossen, als Spieler nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Ich habe nur beim Abschlusstraining mitgemacht, würde keinen Spieler aufbieten, der so wenig trainiert“, hatte er auch nicht das Gefühl, am Feld ausreichend helfen zu können. „Das Coaching leidet zu sehr, weil man als Spieler auf der Bank sitzen muss, will man nicht eine 2-Minuten-Strafe riskieren“, erzählt Djukic. Auch die Überlegung, sich nur mehr in Schlussphasen einzuwechseln, verwarf er. „Wenn es für uns im Finish in einem Spiel um den Sieg geht, dann haben wir ohnehin gut gespielt, da bringe ich nur Unruhe ins Team, wie etwa gegen Vöslau“, glaubt er.

Gegen die Fivers II, die in Bestbesetzung angerückt kamen, was selten der Fall ist, waren die Jungfalken daher erstmals nach langer Zeit auf sich allein gestellt. Gleich zu Beginn zogen die Gäste auf 3:0 davon und ließen die Falken lediglich ein einziges Mal noch bis auf ein Tor herankommen. Zur Pause führten die Margaretner 12:7, bauten diesen Vorsprung nach Seitenwechsel auf 15:7 aus. Bis zu neun Tore betrug der Abstand zeitweise. „Wir waren zu oft unkonzentriert, und bei Rebounds auch unglücklich“, sagt Djukic. Fünfmal fiel nach Tormannabwehr der Ball erneut einem der Fivers in die Hände, sodass er den Nachschuss verwandeln konnte. Einmal glückte den Falken ein solcher Abschluss, bei zwei Möglichkeiten. Allein das Drehen dieser Statistik hätte das Spiel auf den Kopf gestellt.

ATZGERSDORF - ST. PÖLTEN 30:23. Auch in Wien waren die Falken stets unterlegen. Die Hausherren zogen nicht nur im Spiel von 3:0 über 8:3 bis zum Pausenstand von 16:9 davon, sondern auch in der Tabelle. Kurios: Am Ende gab es das gleiche Ergebnis wie drei Tage davor.

Für die Falken ist somit der Traum vom oberen Play-off endgültig geplatzt. „In den letzten drei Grunddurchgangsspielen geht es jetzt darum, den Polster im Abstiegskampf gegen Tulln und Graz möglichst groß zu gestalten“, weiß auch Djukic. Die englischen Wochen sind vorbei, im Wochenrhythmus geht‘s weiter. Nach dem Auswärtsspiel in Vöslau, empfängt man Tulln und muss dann noch nach Graz, das zuletzt stärker geworden ist.