Im Winter muss bei den St. Pöltner Falken Verstärkung her

Nach 27:29-Auswärtspleite im Derby gegen Krems II/Langenlois sind Falken im Krisenmodus.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:53
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Niko Stiglitz ließ mit den Brixton Fire beim Derby in Langenlois die St. Pöltner Falken um Alex Pils (r.) alt aussehen.
Foto: Edelbauer

Dass die St. Pöltner Falken in jedem Spiel kämpfen und alles geben, kann man ihnen nicht absprechen. Auch beim Derby in Langenlois war dies der Fall. Doch nach sechs Runden hat sich noch immer nicht der erste Sieg eingestellt.

Deckungsleistung von Beginn an „katastrophal“

Dass es auch gegen Brixton Fire Krems/Langenlois nicht einfach werden würde, hatte Trainer Damir Djukic schon lvor dem Spiel befürchtet. Und auch mit seinem Plan, Lukas Nikolic unbedingt ausschalten zu müssen, lag er nicht falsch.

Im Vorjahr noch Leihspieler bei den St. Pöltnern, wurde er heuer nach Krems zurückbeordert und sorgt seither als Spielmacher in der HLA Challenge bei seinem Stammverein für Furore. Bei Union Die Falken Bachner Bau St. Pölten hingegen hat er eine Lücke hinterlassen und das Personalproblem scheint von Woche zu Woche größer zu werden.

Die jungen Spieler schaffen es noch nicht, über ihre Gegner „drüber“ zu kommen. Erschwerend kam hinzu, dass die offensive Deckung gleich zu Beginn des Spiels, die Djukic gewählt hatte, um die Hausherrn stoppen, offensichtlich nicht das richtige Rezept war. „Leider haben wir heute von Anfang an eine katastrophale Deckungsleistung geboten“, klagte er. Kenan Hasecic nützte die dadurch vorhandenen Räume am Kreis perfekt aus und sorgte für die ersten fünf Tore der „feurigen“ Wachauer.

In doppelter Unterzahl nimmt Unheil seinen Lauf

Auch nicht erst seit heuer sind bei den Falken die vielen 2-Minuten-Strafen ein Problem. So konnte sich auch diesmal der Gegner bei einer doppelten Überzahl erstmals mit drei Toren absetzen (5:2, 7.).

Und die Kremser dominierten danach weiter, auch wenn es danach konsequent zu Ende gespielte Angriffe vom Rückraum waren, welche die Falken nicht unterbinden konnten — 16:10 (22.). Erst jetzt stellte Djukic die Deckung um und agierte etwas defensiver. Damit konnte bis zur Pause auf 16:13 verkürzen.

Und die Falken kamen auch energischer aus Kabine, konnten den Rückstand rasch auf ein Tor verkürzten. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Und als Hasecic nach einem unabsichtlichen Schlag ins Gesicht mit Rot vom Platz musste (47.), scheint für die Falken plötzlich die Tür zum ersten Saisonsieg offen zu stehen. Paul Posset erzielt gleich darauf den Ausgleich und das Momentum ist eigentlich auf ihrer Seite.

Doch bei der SG Krems/Langenlois übernimmt nun Nikolic das Kommando. Sein Tor zum 29:26 (58.) sorgt auch für die Entscheidung. Defensiv war es der junge Janik Beron, der für Hasecic in die Bresche sprang. „Wir haben die Überzahlsituationen nicht gut ausgespielt, weshalb nicht mehr drinnen war“, meinte Djukic.