Play-off ist das erklärte Ziel der St. Pöltner Falken. Zum Auftakt der spusu Challenge geht’s am Samstag nach Leoben, dann kommt Hollabrunn.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 02. September 2020 (02:40)
Damir Djukic ist mit seiner Taktiktafel stets emsig am erklären.
CS

Knapp 190 Tage nach dem letzen Pflichtspiel geht die neue Saison in Österreichs zweithöchster Spielklasse, der Spusu Challenge, am Samstag wieder los. Die St. Pöltner Falken treffen dabei gleich auf Leoben, einen Ex-Klub von Neo-Trainer Damir Djukic. Wir haben alle Antworten auf die wichtigen Fragen zum Bundesligastart ...

... wie verlief die Vorbereitung?

„Die Leistungen haben gepasst, auch wenn die Ergebnisbilanz leicht negativ ist“, sagt Djukic. Natürlich wurde gegen Krems verloren und auch zweimal gegen Vöslau. Dafür gab‘s zwei Siege gegen Hollabrun, und eine Niederlage mit -1 gegen Atzgersdorf. Bitterer ist die Verletzung von Johannes Kral. Doch Obmann Michael Kögl geht zuversichtlich in die Saison. „An einem Ersatz von Kral wird gearbeitet. Ich hoffe, dass wir noch eine Überraschung präsentieren können“, sagt er. Djukic kann aber auch mit dem vorhandenen Spielermaterial trotz zahlreicher Abgänge im Frühjahr gut leben. „Unsere Youngsters sind reifer geworden, die Leistungssprünge waren von Juni bis jetzt oft enorm“, freut er sich. Grund soll die tolle Trainingsbeteiligung gewesen sein. Verblüffend auch für Djukic, denn oft gab‘s nur Konditionstraining ohne Ball und bis Ende Juli gar keine Spiele.

... wird noch ein Legionär geholt?

„Dass wir mit einem Kroaten verhandeln, ist kein Geheimnis, der soll aber nicht Kral ersetzen“, will Kögl hier zusätzlich „nachbessern“. Der Legionär hat sich St. Pölten bereits Anfang August angesehen, aber noch nicht angebissen. „Wir werden sehen, ob ihm unser Angebot ausreicht“, will Kögl sich finanziell nicht übernehmen. Djukic rechnet aber mit ihm. „Hauptproblem war, dass er nach der Einreise zehn Tage in Quarantäne hätte gehen müssen, das wollte er sich ersparen.“

... wie schaut der Kader aus?

Djukic hat die Startformation im Kopf, allerdings auch kaum Alternativen. Die Bank ist kurz! Pfaffinger und Bruckner sollen über außen kommen, Pils als Kreisläufer agieren. Neumayr, Feichtinger und Mossgöller sind die Offensivwaffen, wobei sich auch Abwehrchef Zettel mit seinen harten Würfen einmischen wird. „Ob er erst im Finish oder auch schon zu Beginn vorn zum Einsatz kommt, werde ich spontan entscheiden“, sagt Djukic.

... wer wartet zum Auftakt?

Leoben hat sich mit Žiura einen sensationell starken Spielertrainer geangelt, der aber verletzt sein soll. Djukic erwartet Einsätze von ihm erst im November. „Sollten sie aber dann noch auf Schlagdistanz sein, ist der Titel drinnen“, ist Djukic überzeugt. Denn: „Mit einem fitten Žiura sind sie sicher eine ganz andere Mannschaft. Ohne ihn sollten wir sie schlagen können!“

... gibt es eine U 20?

Der Bewerb soll nur mit Wiener und NÖ-Vereinen ausgetragen werden. „Klingt jetzt eher suboptimal, aber wir spielen mit, nur Vöslau sowie die Fivers haben nicht genannt und die Steirer spielen ihren eigenen Bewerb“, berichtet Kögl.

… gibt‘s Änderungen im Vorstand und bei den Sponsoren?

„Wir arbeiten dran, aber da wird man sich noch bis zur Generalversammlung gedulden müssen“, schmunzelt Kögl. Zumindest so viel verrät er: „Es gibt keine Sponsoren, die uns verlassen und Bachner-Bau bleibt im Klubnamen.“ Außerdem trägt man Jerseys von Joma. „Wir sind ihr einzige Verein, obwohl Joma Ligasponsor ist!“ Eingefädelt hat den Deal Djukic.

... wie lautet das Saisonziel?

„Wir wollen ins obere Play-off. Das würde sich auch einer unserer potenziell künftigen neuen Sponsoren wünschen“, sagt Kögl. „Machbar, aber es wird eng“, ergänzt Djukic, der auch zufrieden wäre, wenn es sich knapp — „um ein oder zwei Punkte“ — nicht ausgehen sollte. „Abstiegskampf wird es keiner werden“, verspricht der Coach.