Spusu Challenge: Falken im freien Fall. Die Frey-Schützlinge kommen nicht aus der Abwärtsspirale, verlieren auch die Heimspiele zwei und drei.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 01. Oktober 2019 (01:44)
Claus Stumpfer
Abwehrchef Martin Zettel gab gegen die Fivers II alles, doch die Offensive um Kevin Wieninger (l.) spielte wenig kreativ.

Nach drei erfolgreichen Auswärtsspielen, hatte es beim ersten Heimspiel für die St. Pöltner Falken nicht wie erhofft geklappt . Und letzte Woche wurde die englische Woche (drei Spiele binnen acht Tagen) mit zwei weiteren Heimspielen fortgesetzt, doch für die Fans in der Prandtauerhalle gab es nichts zu feiern.

Dabei meinte Trainer Janos Frey am Mittwoch im Spiel gegen Leoben beim 27:33 (10:17) in der zweiten Halbzeit einen leichten Aufwärtstrend bemerkt zu haben. Als er beim Stand von 11:22 (38.) zwei Leobner ständig herausdecken ließ, hat das Wirkung gezeigt. „Wir sind eine junge Truppe, und da kommen Leistungsschwankungen nun mal vor, speziell gegen eine so erfahrene Truppe, wie es die Leobner sind“, hoffte er im Prestigeduell gegen die Fivers II auf die vollen Punkte.

Doch das Spiel nimmt nicht den erhofften Verlauf. Die Gäste spielen flexibler als die Heimischen. Spielzüge in die Tiefe, wie sie noch bei den ersten drei Saisonspielen Gang und gäbe waren, lassen Wieninger und Co. völlig vermissen. Einzig Jojo Kral wirft aus der zweiten Reihe halbwegs konstant.

Zu viel Verantwortung für die Jungen?

„Unsere Offensive agiert derzeit viel zu statisch, und es fehlt uns einfach ein Routinier, der in entscheidenden Momenten, das Match in die Hand nehmen kann“, bemängelt Frey. So laufen die Falken vor den Augen von Hauptsponserin Veronika Steiringer (Bachner-Bau) bald einem Rückstand zwischen ein bis drei Toren hinterher.

Es ist die Defense, welche die Mannschaft im Spiel hält, auch wenn der Ausgleich einfach nicht gelingen will. Selbst die zahlreichen Zeitstrafen der Gäste können nicht ausgenützt werden. So geht es mit 13:16 in die Kabinen.

Und auch im zweiten Durchgang gelingt es den Fivers, ihre knappe Führung gut zu verwalten. Auch Mark Hübner im Tor hat nicht die „Überform“, die ihn im Vorjahr oft ausgezeichnet und ihn immer wieder zum Matchwinner gemacht hat. Bei den vielen Strafwürfen für die Gäste ist er sowieso machtlos.

Zehn Minuten vor Schluss droht beim Stand von 23:29 den Falken sogar ein Debakel. Doch zahlreiche Ausschlüsse der nun unfair agierenden Gäste geben den Falken die Gelegenheit, beim Stand von 26:30 und zwei Mann mehr am Feld sogar die Chance aufs 27:30. Doch der Ball wird vertändelt und im Gegenzug fällt das 26:31. „Damit war die Moral der Truppe endgültig gebrochen“, weiß auch Obmann Michael Kögl. Am Ende hieß es 29:34.