St. Pölten ließ gegen Korneuburg zu viele Chancen aus. Falken hatten im Derby gegen Korneuburg Möglichkeiten, agierten oft aber zu hektisch. Relegation ist wohl nicht mehr zu verhindern.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Februar 2020 (01:35)
Der neue Legionär Davor Taskovic spielte erstmals vor den Heimfans, doch den ersehnten Derbysieg konnte der Serbe auch nicht gewährleisten.
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Faschingssamstag ist Narrenzeit und ein närrisches Treiben boten die Falken phasenweise auch im Derby gegen Korneuburg. Es gibt einen nervösen Beginn auf beiden Seiten, mit leichten Vorteilen für die Gäste, obwohl bei denen mit Michal Fazik ihr Starspieler fehlt. Davonziehen kann zunächst kein Team — 3:4 (9.). Bei den Heimischen sitzt aber Wieninger auch auf der Bank.

Die Gäste tragen ihrer Angriffe schneller vor, suchen den Abschluss, bei den Falken wirkt alles etwas behäbiger und die Würfe unkontrollierter. Der neue Legionär Davor Taskovic bringt dann aber doch etwas Struktur ins Spiel und nach einem 3:0-Lauf zum 7:7 (16) darf auch Wieninger aufs Feld. Mit seiner ersten Ballberührung bringt er gleich die Hausherrn erstmals in Front — 8:7.

Nach einem Time-out agieren die Korneuburger wieder koordinierter und ziehen auf 11:9 davon. Beim Stand von 11:13 vergibt St. Pölten einen Siebenmeter (Bruckner an die Stange) und gleich danach wirft auch Goalie Hübner der Ball an die Stange des leeren Tores. Übrigens: In der Prandtauerhalle wurden neue Tore und Netze (auch hinter den Toren) „eingeweiht“.

In Unterzahl gelingt dann doch der Anschlusstreffer zum 12:13. Beide Abwehrreihen schenken bis zur Pause den Angreifern nichts und mit 14:14 geht es in die Kabinen.

Die Gäste haben zur Pause ihren Tormann gewechselt und der Neue bringt die St. Pöltner zur Verzweiflung. Doch auch Hübner spielt zwischen den pfosten tadellos. Beim Stand von 19:20 (40.) haben die Falken die Ausgleichschance, doch jetzt patzt Hübner, spielt beim Einleiten eines Konters den Ball direkt zum Gegner — 19:21.

Der Abstand bleibt danach konstant bei zwei bis drei Toren. Beim Stand von 24:28 (56.) beginnt den Falken die Zeit davon zu laufen und mit zu viel Hektik lassen sie gute Angebote der Gäste zu Chancen liegen. Vor allem Bruckner vergibt im Eins-gegen-Eins mit dem Goalie und Korneuburg bringt den Vorsprung über die Zeit. Für die Falken, denen diesmal auch Ex-Kollege Eric Damböck von den Fivers, sowie Peter Schildhammer (Co-Trainer von Hollabrunns Damen) vergeblich die Daumen drückten, sind die Relegationsspiele gegen Tulln praktisch nicht mehr abzuwenden.

Das nächste Spiel folgt erst am 7. März in Atzgersdorf (19 Uhr).