St. Pöltner Falken sind die rote Laterne endlich los

Mit dem zweiten Sieg in Folge sind die Falken endlich flügge geworden. Das Farmteam der Fivers war chancenlos.

Erstellt am 03. November 2021 | 02:35
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Jojo Kral trug sich mit vier Treffern in die Schützenliste ein und trug wesentlich zum zweiten Sieg in Folge der Falken bei.
Foto: Foto MBR-Photographie, Mathias Reischer

Mit dem letztwöchigen Derbyerfolg in Tulln dürfte der Knoten bei der Djukic-Elf endlich geplatzt sein. Die Falken feierten jedenfalls am Samstag daheim im Sportzentrum NÖ gleich den zweiten Saisonsieg. Mit 28:23 fiel der Erfolg über das Farmteam der Fivers aus Margareten sogar recht deutlich aus. Die rote Laterne haben Alexander Pils und Co. nun wieder Tulln übergeben.

Die Fivers, für die schon im Frühjahr gegen die Falken in St. Pölten nichts zu holen war, standen von Beginn an stark unter Druck. Die Defense der Hausherrn, angeführt von Martin Zettel, stand kompakt und ließ wenig zu, nur vorne wurden anfangs zu viele Chancen ausgelassen. Daher stand es nach acht Minuten nur 3:1. Doch nach weiteren fünf Minuten hatten die Falken die Führung auf 6:1 ausgebaut.

Die Trainerin der Wiener sah sich zum ersten Time-out gezwungen, das zumindest insofern Wirkung zeigte, als danach die Falken ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten. Dieser blieb aber konstant zwischen vier und sechs Toren.

Nach 22 Minuten stand es 12:6 und Djukic sah die Chance, sein Team in diesem Herbstdurchgang, der bislang überhaupt nicht nach Wunsch verlaufen war, endlich einmal fleißig durchzutauschen, ohne sofort Gefahr zu laufen, die Partie aus der Hand zu geben. Am Spielverlauf änderte sich diesmal auch nichts, als die jungen Spieler am Feld standen. Mit einer 17:10-Führung ging es in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel behielten die St. Pöltner, die sich bei den Heimfans erst wieder ihr Standing erarbeiten müssen, die Kontrolle über das Spiel. „Schlüssel zum Erfolg war, dass die Defense für die Fivers schier unüberwindbar war, was es uns auch ermöglicht hat, auch die Angriffe konzentriert und mit Erfolg zu spielen“, sah Trainer Damir Djukic den Matchplan perfekt exekutiert.

Auch die Hektik, die bislang in den Matches immer im Finish ausgebrochen ist, kann diesmal reduziert werden. Zwar gibt es wieder einige Zeitstrafen ab der 40. Minute, doch auch die bringen diesmal die Falken nicht zu Fall.

Mark Hübner im Tor ist ein starker Rückhalt, der auch zehn Minuten ohne Falken-Tor gut verkraften lässt. Von einer 20:13-Führung (40) geht es bis 24:17 (47.) praktisch im Gleichschritt, und selbst in der Phase schwächelnder Offense kommen die Wiener nur auf 25:20 (52.) heran. Nach einem Time-out treffe n dann die Falken auch wieder und bringen die zwei Punkte sheinbar im Trainingsmodus „locker“ ins Trockene — 28:23-Sieg!

Bester Werfer war nach längerer Pause wieder einmal Flügelspieler Mathias Bruckner mit fünf Toren, dicht gefolgt von Jan Neumaier, Paul Posset und Johannes Kral mit je vier Zählern.

Weiter geht es in der HLA Challenge erst am 13. November. Die wieder erstarkten Falken müssen dann zum Derby nach Hollabrunn (18.30 Uhr).