St. Pöltner Falken wollen Favorit stürzen. Diesen Mittwoch startet die Viertelfinalserie der St. Pöltner Falken gegen den favorisierten UHC Hollabrunn.

Von Claus Stumpfer und Peter Sonnenberg. Erstellt am 05. Mai 2021 (01:01)
Symbolbild
APA (Archiv/AFP)

Die letzten Meter vor dem Ziel sind bekanntlich die schwersten – und das ist auch beim Unternehmen Meistertitel und HLA-Aufstieg so. Mit dem Beginn der Viertelfinaleserie gegen den UHC Hollabrunn fehlen den Falken bestenfalls vier Siege, um aufzusteigen, denn aufgrund der Ligareform reicht der Finaleinzug. Auf was kommt es an, im Duell mit den Waldviertlern. Wer sind die Schlüsselfiguren?

Die Ausgangslage. Die Hollabrunner sind der klare Favorit. Allerdings konnten im Grunddurchgang die Falken das Derby ausgeglichen gestalten (24:24). Zudem reisen sie mit breiter Brust am Mittwoch (20 Uhr) zum ersten Spiel nach Hollabrunn, da man in der Qualirunde mit fünf Siegenbeieinem Remis fast makellos geblieben ist.

Die Schlüsselduelle. Beide Teams werden wohl auf all ihre Asse zurückgreifen können! Davon gibt es einige, angefangen bei den Torleuten. Beim UHC steht Matthias Meleschnig im Kasten, der zu den besten seines Fachs in der 2. Bundesliga zählt. Auf St. Pöltner Seite ist Youngster Mark Hübner ein stets sicherer Rückhalt und fast in jeden Spiel ein Kandidat auf den Titel „Man of the match“.

Bei den Flügeln ist es ausgeglichen, da Hollabrunns Sebastian Burger und Franz-Josef Fidesser zwar großes Potenzial haben, dieses aber nicht immer abrufen. Auf der Gegenseite zählt Matthias Bruckner zu den besten Werfern der Liga.

Der Rückraum des UHC hat jetzt schon HLA-Qualität und ist sicher das Beste, was die Liga zu bieten hat. Da können die St. Pöltner – trotz des Top-Legionärs Danijel Arapovic – nicht ganz mithalten. Doch an einem guten Tag schaltet sich auch Abwehrchef Martin Zettel aus der zweiten Reihe gut im Angriff ein und zuletzt kam Paul Posset nach seiner Rückkehr aus Südkorea (Studium) in Fahrt.

Am Kreis herrscht ein Patt. Kapitän Goran Vuksa ist bei den Weinviertlern sicher sehr motiviert, doch Alexander Pils, de rzuletzt geschont wurde, stand ihm in dieser Position schon nicht nach, als beide noch im Falken-Dress um die Einserposition am Kreis kämpften.

Neben Vuksas hat Hollabrunn mit Kevin Wieninger noch einen Ur-St. Pöltner in seinen Reihen. Dessen Wechsel schmerzte die St. Pöltner im Sommer mehr, als sie es vielleicht zugeben mögen. Wieninger wird gegen seinen Ex-Verein alles geben. Auch Markovich und Prokop spielten schon für die Falken, die sicher zeigen wollen: „Wir brauchen euch nicht!“

Die Trainer: Bei den Coaches hat Hollabrunns Belas schon viel länger Erfahrung an der Linie. Doch Damir Djukic hat zuletzt einen sehr guten Draht zu seinen sehr jungen Spielern gefunden, speziell nachdem er sich als Spieler zurückzog, und nur aufs Coachen verlegte. Als Ex-Nationalteamspieler hat er schon einiges erlebt, um im entscheidenden Moment den Schalter umlegen zu können.

NÖN-Tipp: Was auf alle Fälle für die Hollabrunner spricht, ist die Länge der Bank. Das Derby-Duell (Best-of-3) dürfte aber spannender werden, als es nach dem Grunddurchgang aussah.