Tulln mit Kicker-Hilfe aus St. Pölten. Die St. Pöltner Falken empfangen am Samstag die Nachbarn aus Tulln. Die haben zuletzt mit Herzogenburger Fußballern trainiert.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. April 2021 (00:53)
Reinhard Dietl (Tormann in Herzogenburg) und Benjamin Steinwendtner bereiteten mit einer Trainingseinheit die Tullner Handballer aufs Derby gegen St. Pölten vor.
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Die St. Pöltner Falken gehen als große Favoriten ins Derby am Samstag gegen Tulln (19 Uhr, Sportzentrum NÖ). Im Falle eines Sieges würde den Landeshauptstädtern in den ausstehenden drei Rückspielen der Quali-Runde nur noch ein weiterer Sieg fehlen, um aus eigener Kraft das Abstiegsduell vermeiden zu können.

In der Vorbereitung aufs Derby wird Trainer Damir Djukic keine großen Änderungen vornehmen. „Wir haben in den letzten Wochen gute Fortschritte gemacht, die jungen Spieler werden mit jedem Erfolg selbstbewusster“,ist der Coach vom eingeschlagenen Weg überzeugt. „Wir wollen alle über die Qualirunde noch den Sprung in die Play-offs schaffen und wer weiß, vielleicht gelingt uns auch dort die eine oder andere Überraschung“, plant Djukic noch für eine längere Saison. „Urlaub kann man wegen Covid sowieso keinen buchen, also werden wir weiter Handball spielen“, ist er guter Dinge.

Doch die Tullner wollen diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung machen. Auch haben sie die Schmach vom letzten Spiel in St. Pölten nicht vergessen. Revanche für das Debakel ist angesagt! Und ein Sieg wird auch nötig sein, wollen die Tullner selbst dem Abstiegskampf entkommen.

Steinwendtner und Dietl als Übungsleiter

Dem Zufall wurde zuletzt jedenfalls in Tulln nichts überlassen. Man holte sich mit Kickern vom SC Herzogenburg sogar Hilfe aus dem St. Pöltner Bezirk. Reinhard Dietl und Benni Steinwendtner gestalteten eine Trainingseinheit beim UHC. „Das Training war super. Es gab viele Aufgaben, die eine kognitive Beanspruchung und Belastung abgerufen haben“, meint Trainer Günter Grafelmann, der den Trainingsalltag abwechslungsreich gestalten möchte und dafür schon länger auf die Kooperation mit Nachbarvereinen anderer Sportarten setzt.