Verletzte Routiniers fehlen den Falken im Finish doch. St. Pöltner Falken geht ohne Markus Wagesreiter und Peter Schildhammer in den Schlussminuten die Luft aus.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 19. September 2017 (01:47)
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Peter Schildhammer wurde als bester Spieler der Falken geehrt, dann ging‘s ins Krankenhaus.

Es war eine Partie, bei der es für die jungen St. Pöltner lange Zeit sehr gut aussah. Und das obwohl sich Spielertrainer Max Wagesreiter, wie schon beim Auswärtssieg in Trofaiach, wegen Schmerzen in der rechten Achillessehne selbst nicht in die Schlacht werfen konnte.

Aber zu Beginn sorgte Peter Schildhammer aus dem Rückraum nicht nur für die nötige Ruhe, sondern auch für Tore am Fließband. Und im Falken-Tor stand ihm der junge Hübner mit tollen Paraden um nichts nach, bewarb sich ebenfalls um die Rolle als „Man of the match“.

So überstanden die Falken in den ersten 20 Minuten auch etliche Ausschlüsse gut, einmal sogar mit nur vier Mann am Feld. Die vielen 2-Minuten-Strafen und Siebenmeter-Strafwürfe gegen uns waren aber lästig“, sah Pressesprecher Thomas Zettel „jedenfalls keinen Heimvorteil.“

Schildhammer erneut am Finger verletzt

Die Gäste spielten nämlich ebenfalls robust, was dann Schildhammer kurz vor der Pause schmerzhaft erfahren muss. Bei seinem letzten erfolgreichen Wurf, erhielt er einen Schlag auf die Hand, und erneut ging‘s für ihn mit einer Fingerverletzung ins Krankenhaus. Schon im Frühjahr hatte er wegen eines gebrochenen Fingers länger pausieren müssen.

Die Abwehr der Kärntner wurde danach immer kompakter, doch zunächst behielten die Falken auch in Halbzeit zwei ihren Vorsprung. Bis 22:19 (43.) schien die Partie Richtung Heimsieg zu laufen. Doch dann schwanden die Kräfte und auch der Routinemangel wurde sichtbar.

Kärntens Leopold Wagner war für die Youngsters in der Defensive kaum noch zu halten. Bei 24:24 nahm Wagesreiter eine Auszeit, doch das Spiel war nicht mehr zu gewinnen. Zweimal gingen die St. Pöltner zwar noch in Front, dann kassierten sie aber sechs Gegentore in Folge. „Da hat nichts mehr gepasst, brach voll die Hektik aus“, hofft Wagesreiter aber, dass die Spieler aus den letzten acht Minuten viel gelernt haben.