Viertelfinaleinzug ist Ziel der St. Pöltner Falken. Trainer Damir Djukic soll auf alle Fälle verhindern, dass die St. Pöltner nach der Quali-Runde gegen den Abstieg spielen müssen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 24. März 2021 (01:24)
Falken-Abwehrchef Martin Zettel kommt vor allem seit dem Karriereende von Spielertrainer Damir Djukic auch aus der zweiten Reihe häufig offensiv zum Abschluss.
CS, CS

Die Verschnaufpause für die St. Pöltner Falken ist vorbei. Ab Samstag geht es in der Qualirunde weiter, zuvor gibt es aber noch die Gelegenheit der Formüberprüfung. Die Djukic-Schützlinge müssen am Mittwoch ein letztes Mal im Grunddurchgang ran. Das Nachtragsspiel gegen die Covid-19 gebeutelten Tullner steht an, ausnahmesweiseinderPrandtauerhalle!

Wie läuft die Qualirunde ab?

Für die vier Teams, die den Sprung in die Bonusrunde der besten Sechs des Grunddurchgangs nicht geschafft haben, gibt es nun je drei Hin- und Rückrundenspiele. Ausgespielt wird, welche zwei Teams den Sprung ins Viertelfinale (Best-of-3-Modus) schaffen, da es nur sechs Teams im oberen Play-off („Bonusrunde“) gibt. Das Feld wird mit den beiden Topplatzierten des unteren Play-offs (deshalb „Quali-Runde“) komplettiert. Die ersten Vier dürfen sich ihren Gegner aus den Rängen fünf bis acht aussuchen.

Wie lauten die Ziele der Falken?

„Es gilt zu vermeiden, am Ende zu den beiden Schlusslichtern der Qualirunde zu zählen“, sagt Falken-Obmann Michael Kögl. Denn zumindest theoretisch müssen sich die beiden Teams dann den Verbleib in der spusu-Challenge in einem Best-of-3 erst noch ausspielen. Wobei aber das letzte Wort nicht gesprochen ist, da eine Aufstockung der HLA im Raum steht. Eine Entscheidung darüber will der Verband aber erst Ende April fällen (siehe Glosse).

Wie schaut der Falken-Kader aus?

Alle Spieler sind fit und topmotiviert. „Wir haben zuletzt gut trainiert, die Pause genützt und jetzt kommt es darauf an, dass unsere Youngsters ihren Mann stehen“, ist Damir Djukic, der selbst nur mehr als Trainer agieren wird, guter Dinge. „Beim bislang letzten Spiel gegen Graz hat das gut geklappt, die Jungen haben Verantwortung übernommen.“

Wie sieht die Erfolgstaktik aus?

Dass es im Abstiegskampf vor allem auf die Abwehr ankommen wird, ist für Djukic klar. „Hinten gut stehen und vorne zu einfachen Toren kommen“, lautet sein Plan, den aber wohl alle verfolgen. Noch was steht für den Falken-Coach fest: „Es wird von Anfang an ein Rechenspiel. Es ist schon wichtig, beim Nachtrag voll zu punkten, damit wir nach der Punktehalbierung wie die Fivers II mit acht Zählern ins Rennen gehen, Graz mit fünf und die Tullner mit vier. Wenn das so aufgeht, kann alles sehr schnell gehen“, ist er überzeugt. „Schon zwei Remis bei den beiden Erstrundenduellen und Siege von uns und den Fivers II in Runde zwei würden Graz und Tulln fast hoffnungslos zurückwerfen.“ Djukic weiß aber: „Auch dann muss man die Rückrundenspiele ernst nehmen, aber es gäbe weit weniger Druck für die jungen Spieler.“

Was macht Quali-Konkurrenz?

Für Falken-Obmann Kögl verlief der Grunddurchgang enttäuschend, denn er sieht die Falken eigentlich schon auf Augenhöhe mit den Fivers II. „Graz und Tulln sind personell nicht ganz so gut besetzt“, findet er. Ähnlich sieht es auch Djukic, wobei er allerdings vor allem vom Potenzial der Fivers II warnt. „Sie werden in den ersten Runden schauen, sich mit Spielern von oben so zu verstärken, dass sie gleich die nötigen Punkte machen.“ Graz ist für ihn daheim deutlich stärker als auswärts und seit dem Spiel im Oktober auch stabiler. „Thomas Zangl ist vom Kreuzbandriss genesen und jetzt wieder ihre Drehscheibe im Spiel.“ Zu Tulln will Djukic vor dem Spiel am Mittwoch nichts sagen. „Wir werden sehen, wie sie ihr Covid-19-Drama verdaut haben.“

Wer ist der Titelfavorit nach dem Grunddurchgang?

Hollabrunn ist seine Verletzungssorgen los. Der St. Pöltner Kevin Wieninger ist nach einer Arthroskopie letzte Woche wieder bei ihnen ins Training eingestiegen. Auch die Routiniers Kljajic und Mitkov haben ihre Muskelverletzungen ausgeheilt. Bei Leoben dürfte Spielertrainer Ziura wieder fit sein, mit ihm haben die Steirer eine gefährliche Waffe. Auch die „Jags“ aus Vöslau können auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die Rückkehr von „Bad Boy“ Strazdas, der seine Langzeitsperre abgesessen hat, machte den Klub zum „Aufsteiger des Jahres“. Einzig bei Bruck/Trofaiach gibt es Fragezeichen, da Trainer Poje gehen musste. „Sie wollen unbedingt Meister werden, deshalb dieser Schritt“, bleiben sie zumindest für Djukic Topfavorit.