Erstellt am 22. Juli 2013, 00:00

Hintergrund. Handball / Leistungsträger der Vorsaison beendeten Karriere, deshalb wurde Kaderumbruch notwendig.

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Von Martin Gruber

Für die St. Pöltner Handballer heißt es ab dieser Woche wieder Schwitzen für die neue Saison. Dabei stehen viele neue Spieler im Kader des SU Falkensteiner. „Der Kaderumbruch war nötig, da sich einige Spieler künftig eher ihrer Ausbildung widmen und sich deshalb nicht mehr dem Stress einer Handball-Bundesliga-Saison aussetzen wollen“, ist Trainer Ibish Thaqi ein wenig betrübt, ob der vielen Abgänge.

Besonders schmerzhaft, im wahrsten Sinne, war der Weggang von St. Pöltens Urgestein Sebastian Riegler. „Er hat sich chronisch am Rücken verletzt. Wir wollten ihn dazu bewegen weiter zu machen, doch er traut sich derzeit keine Saison mehr zu“, erklärt Thaqi.

Um die vielen Abgänge zu kompensieren, kam natürlich viel Arbeit auf die Verantwortlichen des Vereins zu. Präsident Udo Stachelberger war aktiv und holte gleich vier Spieler des Handball-Austria-Ligisten Krems. Vor allem die beiden Aufbauspieler Kristof Vizvary und Andras Bozso bürgten in der Vergangenheit für viele Tore und durchsetzungskräftiges Aufbauspiel.

Um die Abgänge der Flügelspieler Simon Hahn und Ivica Topalovic auszumerzen, bedienten sich die St. Pöltner bei WAT Floridsdorf. Alen Bajgoric und Matthias Mayer sollen diese Lücken füllen.

Neues gibt es bei den Falken auch im Vorstand. So soll Udo Stachelberger künftig Unterstützung von Peter Wallner und Helmut Weber erhalten. Die beiden werden sich hauptsächlich darum kümmern, Sponsoren für den Handballsport in St. Pölten zu begeistern.

Dem Trainingsauftakt sieht Ibish Thaqi sehr positiv entgegen: „Wir haben viele neue Spieler in den Kader zu integrieren, aber die Neuen sind allesamt gute Spieler“, ist sich Thaqi sicher, dass sein Team an Qualität zugelegt hat

Das Saisonziel sei hingegen zu diesem Zeitpunkt noch etwas schwer zu definieren. „Ich will mit meiner Mannschaft aber auf jeden Fall ins Halbfinale“, gibt sich der Coach optimistisch. Vor allem der neue Austragungsmodus (siehe Information im Hintergrund) stimmt den Trainer positiv.

Trainer: Ibish Thaqi (Bild) ist seit der Vorsaison Trainer der SU Falkensteiner Katschberg/St. Pölten.

Transfers

Zugänge: Kristof Vizvary, Johannes Schmölz, Florian Deifl, Andras Bozso, Niklas Thannhäuser (alle Krems), Alen Bajgoric, Matthias Mayer (beide Floridsdorf).

Abgänge: Peter Schildhammer (Leoben), Stribor Stojanovic (Fivers), Markus Fischer, Sebastian Riegler, Simon Hahn, Ivica Topalovic (alle Karrierepause oder -ende).

Neuer Modus: Die ersten Vier des Grunddurchganges kommen ins obere Play-off. Die vier besten Teams erreichen das Halbfinale. Dort geht es Best-of-3. Der Gewinner kommt ins Finale, der Sieger der Serie steigt in die HLA auf.