HINTERGRUND. TENNIS / Nachdem der weiße Sport in St. Pölten längere Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielte, soll sich das nun ändern.

Erstellt am 22. November 2011 (00:00)
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VON MICHAEL MOSER

Es ist schon einige Zeit her, als Österreich aufgrund der Erfolge von Thomas Muster einem Tennisboom verfiel. Zu dieser Zeit sah man auch in der heutigen Sportwelt NÖ die große Chance, einen Stützpunkt für Spitzentennis einzurichten. Zunächst entstand eine Halle, die mit der Partie Muster gegen Bruguerra spektakulärer kaum zu eröffnen gewesen wäre. Später folgte das Stadion, in dem sich ehemalige Nummer-eins-Spieler wie Muster, Edberg und Agassi die Klinke in die Hand gaben. Genauso schnell, wie das Projekt entstand, genauso schnell verschwand es auch wieder in der Versenkung: Die Sponsoren blieben aus und Turnierdirektor Ronny Leitgeb verschob das Turnier kurzerhand nach Pörtschach.

Was blieb war eine Stadionruine, aber auch eine absolut moderne Infrastruktur, die nun vor allem dem Nachwuchs zugute kommt.

Zusammenarbeit mit dem  Verband wird verstärkt

In enger Zusammenarbeit mit dem BORGL St. Pölten bietet die Sportwelt NÖ den Nachwuchshoffnungen des Leistungsmodells ideale Trainingsbedingungen. Davon konnten sich nun auch Ex-Fed-Cup-Captain Alfred Tesar und Babsi Schwartz (ehemalige Top-40-Spielerin und Bezwingerin auch von Venus Williams und Monika Seles) überzeugen, die der Sportwelt einen Koordinationsbesuch abstatteten. Die beiden NÖTV-Verbandstrainer bescheinigten dem Team hervorragende Arbeit und unterstützen die eingeschlagenen Wege in puncto Technik-Optimierung und Entwicklung, sowie individueller Spielanlagen.

„Die Sportwelt NÖ gehört sicher zu den ersten Adressen für Leistungssport in Österreich“, lobte Tesar die Entwicklung in der Landeshauptstadt und versprach in Zukunft eine intensivere Zusammenarbeit, sowie regelmäßige Koordinationsbesuche.

Die Eckdaten der Entwicklung im Tennissport in der Sportwelt NÖ:

1981-2005. St. Pölten richtet zum ersten Mal den Grand Prix St. Pölten aus. Letzter Sieger im Jahr 2005 war Nikolai Dawydenko, Thomas Muster konnte ihn insgesamt vier Mal gewinnen.

1995. Das Gelände der damaligen Landessportschule wird um eine Tennishalle erweitert. Zur Eröffnung gibt es die Exibition zwischen Thomas Muster und Sergi Bruguera. Kurz darauf wird ein Freiluftstadion gebaut.

Seit 2005. Mit dem 10.000-$-Future-Turnier bleibt zumindest ein Hauch Spitzentennis erhalten.

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